Demo gegen Asylunterkunft in Safenwil AG «Das Problem ist der Standort»

SAFENWIL AG - Weil der Kanton in der Gemeinde Safenwil AG ein Containerdorf für 95 Asylsuchende bauen will, sind heute Abend rund 150 Einwohner auf die Strasse gegangen.

Safenswiler demonstrieren gegen Asylunterkunft

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Die Bewohner von Safenwil sind aufgebracht: Der Kanton plant in der 3300-Seelen-Gemeinde ein Containerdorf für 95 Asylsuchende.

«Wir sind nicht generell gegen die Asylunterbringung. Das Problem ist der Standort», sagt Bauunternehmer Marco Rulli (38). Der wäre nicht nur gegenüber von seinem eigenen Haus, sondern auch nur 100 Meter entfernt von den Schulanlagen.

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Bauunternehmer Marco Rulli (38) ist gegen das Containerdorf in Safenwil AG. Philippe Rossier

Für Rulli ein grosses Problem. Seine Sorge: «Die Parzelle, auf der die Container gebaut werden sollen, ist klein. Die Asylbewerber hätten keinerlei Auslaufmöglichkeiten. Das nächste Ziel wäre die Schule.»

Der 38-Jährige ist nicht der einzige besorgte Bürger. Rund 150 Safenwiler haben deshalb heute Abend im Vorfeld einer Infoveranstaltung des kantonalen Sozialdienstes gegen den geplanten Bau demonstriert. 

Ihr wichtigstes Argument: Safenwil müsste laut Verteilschlüssel gar keine Asylbewerber mehr aufnehmen. Momentan leben 28 in der Gemeinde, nur 11 müssten es sein. Rulli: «Die Gemeinde hat sich immer vorbildlich verhalten und jetzt werden wir dafür bestraft.»

Der zweifache Vater ist zuversichtlich, dass die Gegenwehr Wirkung zeigt. «Ich glaube nicht, dass das Projekt eine Baubewilligung bekommt», sagt er. (jvd)

Publiziert am 22.02.2016 | Aktualisiert am 21.06.2016
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42 Kommentare
  • Rees  Bodmah , via Facebook 24.02.2016
    Sulgen TG. Ich wohne keine 100m neben der im Okt 2015 geschaffenen Asylunterkunft. Der Sportplatz liegt direkt über dem Luftschutzkeller für die max. 120 Bewohner, die Schule grenzt an diesen. Der Vertrag für die Unterbringung wurde bereits einmal verlängert. Es patroullieren Securitas, die Asylbewerber haben einen zeitlich begrenzten "Ausgehplan", eine An- und Abmeldpflicht und gehen "fätzlen". Es existiert eine 24h-Hotline für Beschwerden. Beschwerden seit Okt: Eine. Absolut kein Problem.
  • marcello  klause aus schmitten
    23.02.2016
    ich denke , dass sind wieder Nordafrikaner und keine echte Kriegsflüchtlinge mit Familien aus Syrien. echte Kriegsflüchtlinge sollte man Platz machen, aber nicht dieses unzufriedene Afrikaner und Eritreer die hier nichts verloren haben.
  • Olivier  Locher , via Facebook 23.02.2016
    Anstatt auf Marco Rulli herum zu hacken, meldet Euch bei den Migrationsämter. All die, die diese Gegenwehr der Bürger von Safenwil (wo ja bereits mehr als verpflichtet Asylanten und Flüchtlinge an Bord hat) kritisieren, steht es frei, vor der eigenen Türe eine Baracke/Container zu platzieren. Überall das Gleiche. Purer Egoismus. Im Nachbarsdorf Kapazitäten suchen, aber selber ja nicht. All die rot/grünen dürfen mit gutem Beispiel vorausgehen. Dann wären sie glaubwürdiger.
  • Martin  Schmid aus Möriken
    23.02.2016
    In Deutschland,in der Schweiz,überall das gleiche Bild! Und unsere Politiker machen einfach unverdrossen,gleichgültig weiter! Würde mich nicht wundern wenn es für die mal ein böses Erwachen gibt! Die ersten Vorboten sind schon da,man müsste nur mal hinhören...
  • Peter  Stahl aus Baden
    23.02.2016
    Es ist eine bodenlose Frechheit wie der Kanton mit der Gemeinde umgeht. Da wird hinterrücks ein Projekt geplant, dass niemand will und dass am Volk vorbei. Die Regierung ist vom Volk für die Bürger gewählt und nicht für die Asylanten. Dann seinem eigenen Volk ohne vorherigen Dialog und Bitten, nur schon so ein Projekt vorzuschlagen ist ein Wahnsinn und Frechheit. Weiter kam ja gestern an der Versammlung aus, dass der Kanton mit einem zwielichtigen Unternehmer Geschäfte machen will!