
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Entgegen dem ursprünglichen Demonstrationsverbot erlaubte die Genfer Polizei den 500 bis 700 Manifestanten eine Platzkundgebung vor der Hauptpost. Einem Demonstrationszug durch die Stadt, wie ihn die Organisatoren verlangten, stimmte die Polizei jedoch nicht zu.
Als die Kundgebung gegen 14.45 Uhr zu Ende ging, kam es deshalb zu Auseinandersetzungen. Rund 200 schwarz vermummte Demonstranten pfiffen, protestierten und riefen zum Widerstand gegen das Verbot auf.
Katz und Maus
Die Polizei setzte Tränengas ein und löste den Demonstrationszug auf. Die Demonstranten warfen ihrerseits Flaschen in Richtung Polizei. In der Folge lieferten sich die Vermummten und die Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel in der Innenstadt.
Dabei kam es immer wieder zu kleineren Scharmützeln, obwohl die Organisatoren wiederholt zu friedlichem Verhalten aufriefen. Verletzte waren laut Jean-Philippe Brandt, dem Sprecher der Genfer Polizei, jedoch nicht zu beklagen. Auch Sachbeschädigungen blieben aus.
Zahlreiche Gaffer
Problematisch war der Einsatz für die Polizei, weil zahlreiche, vor allem junge Gaffer den Auseinandersetzungen zuschauten. Es gelang den Beamten jedoch, eine Eskalation zu vermeiden, die Demonstrantengruppen aufzuspalten und schrittweise für Ruhe zu sorgen.
Neben rund 70 Festnahmen wurden etwa 130 Personen auf ihre Identität hin kontrolliert. Die Polizei ging von rund 500 Kundgebungsteilnehmern aus.
Wegen der Kundgebung standen der öffentliche und private Verkehr in Genf während rund zwei Stunden vollkommen still. Nach 18 Uhr normalisierte sich die Lage nach und nach wieder. (SDA/gux)