«Anspruchvollste Änderung seit 2004»: Das wird mit dem SBB-Fahrplanwechsel anders

ZÜRICH - Die Zürcher Durchmesserlinie und ein riesiges Projekt am Genfersee: Der SBB-Fahrplan wird nächstes Jahr tüchtig durchgeschüttelt. Es handelt sich um die «anspruchsvollsten Fahrplanänderung seit 2004» - damals war die «Bahn 2000» eingeführt worden.

Auf der interaktiven Karte der SBB können die Änderungen im Detail angeschaut werden. play

Auf der interaktiven Karte der SBB können die Änderungen im Detail angeschaut werden.

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Am Genfersee starten zwischen Lausanne und Renens VD die Bauarbeiten zum Drei-Milliarden-Franken-Projekt «Léman 2030» - das grösste SBB-Projekt des kommenden Jahrzehnts, wie die SBB schreibt.

Darum und wegen der Inbetriebnahme der Durchmesserlinie am Bahnhof Zürich gibt es vor allem auf der West-Ost-Achse gibt es deshalb zahlreiche Änderungen. Dagegen kommt es laut SBB im Nord-Süd-Verkehr nicht zu wesentlichen Neuerungen.

Insgesamt wird laut SBB das Angebot im Fernverkehr um 660'000 Zugkilometer ausgebaut. Dies entspricht einer Zunahme von rund einem Prozent.

Auf einer zweiten Website der SBB hat die Bevölkerung vom 26. Mai bis zum 14. Juni die Möglichkeit, zu den Änderungen Stellung zu nehmen. Auch hier sind die Änderungen bis in alle Details ersichtlich. 

Drei Mal stündlich von Zürich nach St. Gallen

Gar um vier Prozent oder 2,3 Millionen Zugkilometer aufgestockt wird der Regionalverkehr. Hier gibt es einschneidende Änderungen. Dies bedeutet für viele Pendler, dass sie alte Gewohnheiten ändern müssen.

Die Durchmesserlinie wird für den Fernverkehr der West-Ost-Achse genutzt. Dies ermöglicht drei Fernzüge pro Stunde zwischen Zürich HB und St. Gallen. Bisher waren es zwei. Der Intercity vom Flughafen Genf via Bern und Zürich HB nach St. Gallen verkehrt ab Winterthur ohne Halt bis St. Gallen, was die Fahrzeit verkürzt.

«Flugzug» fährt nun auch nach Zürich HB

Der so genannte «Flugzug» ab Basel SBB fährt neu via Zürich HB zum Flughafen. Damit ergibt sich ein halbstündliches Angebot aus dem Fricktal nach Zürich HB. Der Interregio von Konstanz fährt nicht mehr bis Biel, sondern endet neu in Zürich HB.

Die Internationalen Verbindungen von Zürich HB via Schaffhausen nach Stuttgart erhalten dort dank neuer Abfahrtszeiten bessere Anschlüsse. Neu gibt es ICE-Verbindungen ab Chur via Basel nach Frankfurt beziehungsweise Hamburg. Bisher gab es Direktverbindungen per EC.

ICN Zürich- Neuenburg im Halbstundentakt

In der Westschweiz verkehren zwischen Zürich und Neuenburg/Yverdon-les-Bains VD die ICN künftig im Halbstundentakt. Zwischen der Nordwest- und der Westschweiz wird Umsteigen in Biel oder Olten nötig. Zwischen dem Wallis und Italien verkehrt der Autoverladezug Simplon Brig-Iselle I neu alle 90 Minuten. (SDA)

Publiziert am 26.05.2015 | Aktualisiert am 26.05.2015
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13 Kommentare
  • Walter  Ritschard , via Facebook 26.05.2015
    Hoch lebe die ZBB! Für die Region Basel gibt es wie immer nur Verschlechterungen. Ich gehe schon seit längerem nach dem Motto Bequem und direkt mit dem Auto zum Ziel. Der Kluge fährt Auto!!
  • pantaleo  loris 26.05.2015
    Warum wird nicht geschrieben,dass auf der Strecke Wil-Uzwil-Flawil-Gossau-St.Gallen ab Dezember weniger Züge verkehren?
    Wird ja nur noch SBB-Propaganda geschrieben.
    • RoFr  26.05.2015
      Vielleicht weils nicht stimmt?
      Bsp. heute. Zwischen 15h00 und 16h00 gibt es ab Uzwil 3 Züge nach St.Gallen: 15h09, 15h33 und 15h54

      Im neuen Fahrplan gibt es in der gleichen Zeitperiode folgende Züge:
      15h09, 15h30 und 15h39

      Im Pendlerverkehr gibt es heute und nächstes Jahr 4 Züge zwischen 06h00 und 07h00. Wo genau sind jetzt weniger Züge?
  • Fritz  Feierabend aus Freidorf
    26.05.2015
    SBB, der Selbst-Bereicherungs-Betrieb schlechthin. Der Selbstkostendeckungsgrad derweil auf unter 40 Prozent gefallen ist!
  • Martin  Andres , via Facebook 26.05.2015
    Wer einmal in China oder Japan unterwegs war, der kann über unsere "super" schweizer Züge eh nur noch schmunzeln - und dies zwar nicht nur in Bezug auf Schnelligkeit, sondern auch bezüglich Komfort, Pünktlichkeit und klarer Beschriftung! Man wird das Gefühl nicht los, dass in einem Land wie der CH mit diesen Preisen doch etwas mehr möglich sein sollte, als jeden Morgen im Stehen nach Zürich zu pilgern in einer Zeit, in der ein chinesischer Hochgeschwindigkeitszug die ganze CH durchquert hätte
    • Iwan  AG 26.05.2015
      Ja dann ist es wohl am besten wenn Sie auswandern. Dann haben sie ihre Superzüge und klare Beschriftung. Aber lernen sie zuerst Japanisch oder Chinesisch damit sie die Beschriftung auch lesen können.

    • Martin  Andres , via Facebook 27.05.2015
      Wow, was für ein tolles, differenziertes Gegenargument. Und erst noch so bekannt und massentauglich, bravo! Einigen hier scheint einfach nicht klar, dass die Schweiz eben nicht der Nabel der Welt ist und man in gewissen Bereichen durchaus auch noch von anderen Ländern etwas lernen kann auch wenn vieles hier sehr gut ist. Aber einige wollen nichtmal das hören. Horizonterweiterung heisst das Zauberwort. Es gibt auch noch eine Welt ennet dem Tellerrand..
    • Martin  Andres , via Facebook 27.05.2015
      Ps: ist mittlerweile fast überall in Englisch angeschrieben. In der Schweiz wohl eher
      nicht
  • Heinz  Knauser aus Bern
    26.05.2015
    Eine absolute Katastrophe, Diese Verbindung.
    Kein direkter Zug mehr von Aarau nach Zürich Flughafen, ohne in Zürich um zusteigen.
    Komme von Bern, habe in Aarau einiges zu erledigen und konnte bis jetzt direkt ohne um zusteigen von Aarau nach Zürich Flughafen weiter fahren.
    Wer plant denn solchen Kunden unfreundlichen Mist?
    Das scheint wohl den Planern egal zu sein.
    Dafür darf ich nun mit dem Gepäck auf dem Zürcher Bahnhof herum
    rennen. So einen Schwachsinn!
    • Iwan  AG 26.05.2015
      Herr Knauser. Sie müssen nicht mit dem Gepäck herumrennen.
      Sie können das Gepäck am Schalter für Fr.12.- aufgeben. Fly-Gepäck in jede Destination der Welt für Fr.22.- Also wo ist das Problem?