Auch gestern durchkreuzte die «Argos» den Sihlsee im Kanton Schwyz. Eine Zweierbesatzung hält auf dem Boot des Seerettungsdienstes Sihlsee Ausschau nach der Ruderin Andrea Ulrich (36), zwölf Stunden lang.
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Die Besatzung der «Argos», das Boot des Rettungsdienstes Sihlsee, suche auch gestern nach Andrea Ulrich. Ohne Ergebnis.
(ZVG)«Der See ist spiegelglatt», sagt Jürg Eberle (66), Einsatzleiter des Seerettungsdienstes. «Wenn irgendwo ein Objekt an der Oberfläche treiben würde, hätten wir es schon lange entdeckt.»
Gestern konzentrierten sich die Suchtrupps deshalb auf die Ufergebiete des Stausees. «Vor allem in den Schilfgebieten muss man ganz genau hinschauen», sagt Eberle.
Vier Tage sind seit dem Verschwinden der tschechischen Ex-Profiruderin vergangen. Zuletzt wurde Andrea Ulrich am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr in Gross SZ gesehen. Sie verabschiedete sich von Mitgliedern des Ruderclubs Sihlsee für eine kurze Runde allein.
Andrea Ulrich kehrte nicht mehr zurück. Ihr Freund wartete vergeblich auf sie und meldete sie nach Mitternacht als vermisst (BLICK berichtete).
Der Seerettungsdienst fand Ulrichs Skiff noch in derselben Nacht. «Das war gegen 4.15 Uhr. Es trieb gekentert am Ufer», sagt Jürg Eberle. «Das ist sehr seltsam. Ruderer sagten mir, dass niemand sein Boot freiwillig verlässt. Selbst wenn ein Ruderer nicht mehr einsteigen kann, hält er sich daran fest, als Schwimmhilfe. Bis zum Schluss.»
Laut Florian Grossmann, Sprecher der Kantonspolizei Schwyz, steht ein Unfall auf dem See immer noch im Zentrum der Ermittlungen. «Es gibt keine Hinweise, dass etwas anderes passiert wäre», sagte er gestern. Heute will die Polizei die Lage neu beurteilen.
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