André Duvillard «Dschihad-Rückkehrer brauchen Betreuung»

BERN - Der Delegierte des Sicherheitsverbunds Schweiz, André Duvillard, hat fehlende Regeln für Schweizer Dschihad-Rückkehrer montiert.

André Duvillard: Dschihad-Rückkehrer brauchen Betreuung play
André Duvillard ist der Meinung, dass Dschihad-Rückkehrer Betreuung brauchen. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Per 10'000-Franken-Inserat Kickboxer Beqiri prügelt auf Baselbieter...
2 Der leichtere Weg zum Schweizer Pass Jede vierte Einbürgerung ist...
3 Fondue Chinoise mal anders Isch fein Xi!

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

In der Schweiz fehle ein allgemeiner Rahmen für mutmassliche Dschihad-Rückkehrer. Solche Menschen könnten «nicht alleine und sich selbst überlassen werden«, sagte der Delegierte des Sicherheitsverbunds Schweiz, André Duvillard.

»Eine Betreuung oder die Verpflichtung auf spezifische Verhaltensregeln ist unabdingbar«, sagte Duvillard in einem Interview mit der Zeitung «Le Temps» vom Montag. Man müsse das Risiko eines Anschlags auf ein Minimum reduzieren.

Duvillard räumt ein, dass die Schweiz diesbezüglich im Verzug sei. Doch «wir arbeiten daran im Rahmen der Erstellung eines nationalen Aktionsplans gegen die Radikalisierung». Er rät zu einem multidisziplinären Ansatz, welcher Sicherheitsmassnahmen wie Überwachung mit ausbildnerischen Mitteln vereine. Letztere sollten einer Perspektive von «Rehabilitation und Prävention» folgen.

«Der Ansatz 'hard security' kann nicht alleine stehen», sagte Duvillard weiter. Er bringe Kosten mit sich und binde finanzielle Mittel, «die wir nicht unbedingt haben".

77 Personen registriert

Laut Zahlen des Nachrichtendienst des Bundes (NDB) haben seit 2001 rund 77 Personen die Schweiz aus dschihadistischen Motiven verlassen. Ende Juli kehrten 13 Personen in die Schweiz zurück, zehn der Fälle sind bestätigt.

Mehrere mutmassliche Dschihadisten sind in jüngster Zeit bei ihrer Rückkehr in die Schweiz festgenommen worden. Sie werden verdächtigt, Verbindungen zu Terrororganisationen zu haben. Einige von ihnen sind derzeit in Untersuchungshaft. (SDA)

Publiziert am 10.10.2016 | Aktualisiert am 15.10.2016
teilen
teilen
0 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Coni  Müller 10.10.2016
    Es darf schlicht keine Dschihad-Rückkehrer geben. Das Problem muss anders gelöst werden. Wer einmal in den Dschihad geht, hat das Recht auf Rückkehr und Toleranz der Gesellschaft inkl. der zu humanen Menschenrechte verwirkt. Wann hat die Politik endlich Mut wirksame Zeichen zu setzen.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 10.10.2016
    André Duvillard braucht offenbar selber Betreuung ,also erst mal bei sich selber anfangen , der sollte man erst mal lernen ,das er Ungeschickt ist für ausübung siene Funktie.
  • Bernd  Matzgen 10.10.2016
    Unbedingt, dann bauen wir doch am besten die entsprechende teure Infrastruktur auf und wälzen das Ganze auf die KK Prämien ab. Dann können unsere Politiker wenigstens ungeniert weiter Betroffenheit heucheln, wenn nächstes Jahr die Prämien auch wieder steigen.
  • Erika  Ruf , via Facebook 10.10.2016
    Wir sind nicht verantwortlich für die Kriege in dieser Welt, auch nicht für den Geburtenüberschuss vieler Länder. Gut wäre die Absetzung der CH-EJPD-Chefin und eine Schliessung der Grenzen, andernfalls haben wir bald selber einmal Hilfe nötig.
  • rolf  sulzer 10.10.2016
    «Dschihad-Rückkehrer brauchen Betreuung» und werden uns noch für eine unbestimmt Anzahl Jahre unsere Steuergeldkassen beanspruchen - dafür gibt es Abhilfe mit einer neuen Aktion auf dem Bundesplatz "jede Rappe zählt".