An die Clinton Foundation Calmy-Rey wusste von umstrittener Spende

Innerhalb von nur zwei Jahren war von der Schweiz fast eine halbe Million in die USA geflossen. Das Ziel war es damals, das Projekt der Clinton Health Access Inititative in Liberia zu unterstützen.

Wusste anscheinend von der Spende: Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. play
Wusste anscheinend von der Spende: Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise
2 Hakenkreuz und Hitlergruss Nazi-Schande auf dem Waffenplatz
3 Wildwest beim «Saloon» in Wetzikon ZH Polizist springt auf Fluchtauto

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

Die «Schweiz am Sonntag» hatte vergangene Woche die umstrittene 484'000-Franken-Spende an die Clinton Foundation öffentlich gemacht. Fast eine halbe Million Franken war zwischen 2011 und 2013 in die USA gewandert. Und das mitten im Steuerstreit.

Wie nun weitere Recherchen der «Schweiz am Sonntag» zeigen, habe die frühere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey von der Spende gewusst. Dies bestätigt auch das Aussendepartement (EDA) gegenüber der Zeitung. Die ursprüngliche Idee, das Projekt der Clinton Health Access Inititative in Liberia zu unterstützen, sei nicht vom EDA sondern vom Kooperationsbüro der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zussammenarbeit (Deza) aus gekommen. Sie habe aber sämtliche Prüfungs- und Bewilligungsverfahren durchlaufen, sagt das EDA.

Wie ein Blick auf die Website der Clinton Foundation zeigt, wird die Deza auch noch bei einem halben Dutzend «Commitments to Action» als Partner-Organisation aufgeführt. (stj)

Publiziert am 20.11.2016 | Aktualisiert am 20.11.2016
teilen
teilen
0 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

8 Kommentare
  • Istvan  Gorowich aus Switz
    20.11.2016
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die offiz. Schweiz Clinton auch im Wahlkampf "gesponsort" hat. Eines Tages werden wir es erfahren, wenn die Verantwortlichen nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können.
  • Fritz  Meyer aus Amden
    20.11.2016
    Wie sagt man: Wenn der Staat mich anlügt, ist das Politik. Wenn ich den Staat anlüge, ist es ein Verbrechen.
    • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
      20.11.2016
      ... dann ist es kein Verbrechen, sondern gesunder Menschenverstand.
  • M  Stamm 20.11.2016
    als hillary waehrend der dritten podiumsdiskussion ausfuehrte was die clinton foundation alles gute tut, sah sich der stiftungsrat von CHAI genoetigt, eine presseerklaerung abzugeben. darin wurde festgehalten, dass die CHAI eine 100 Prozent selbstaendige stifung sei, vollstaendig unabhaengig und separiert von der clinton foundation. verwundert schon, wenn dann das geld nach langer pruefung auf dem falschen konto ankommt. oder war es doch pay to play?
  • Othmar   Huber 20.11.2016
    Es ist eigentlich verwunderlich, dass bis HEUTE keine Klage eingereicht wurde für diese missbräuchliche Verwendung von Steuergeldern. Es kann und darf ja doch wohl nicht sein, dass die NEUTRALE Schweiz sich an einem Wahlausgang beteiligt der in der USA stattfindet. Sonderbarerweise findet sich anscheinend niemand berufen. Müssen wir ein Crowfunding starten um einen Anwalt damit beauftragen zu können???
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    20.11.2016
    Dass das DEZA vor allem zwei Funktionen hat, wissen wir seit den 70er Jahren: 1) Türen öffnen für die Schweizer Wirtschaft, sprich von Staates wegen Schmiergelder verteilen. 2) den Karriere-Entwicklungshelfern die Villa mit Swimmingpool, Privatbutler und den klimatisierten SUV finanzieren.
    • Beat  Küng aus Bellinzona
      20.11.2016
      Dem kann ich nur beipflichten. Abgesehen davon wird die Vergabe von Geldern im Bereich Wasser durch eine Drittfirma getätigt, respektive beurteilt (Strategos), und von der swiss bluetec Bridge (ein unabhängiger Verein) vorbereitet. Werden 250000 für ein Projekt gutgesprochen, kommen ebensoviel für Kosten dieser Berater noch oben drauf. Bei der letzten Runde waren zudem ein grosser Teil Ausländer, welche sich für unsere Schweizer Gelder beworben haben. Man siehe und staune.