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Dieses Bild ist Gaddafis Triumph: Max Göldi wird vor der ganzen Welt in Handschellen abgeführt. (AP)
Das ist die erfolgreichste Sammelaktion je für Amnesty International in der Schweiz. Innerhalb von 48 Stunden gingen im Rahmen der Aktion Hilfe für Göldi über 11 000 Unterschriften für die sofortige Freilassung von Max Göldi aus libyscher Gefangenschaft ein.
«Das Bild von Max Göldi in Handschellen hat die Menschen bewegt», sagt Amnesty-Sprecher Daniel Graf gegenüber Blick.ch. So seien die vielen Unterschriften derart schnell zusammengekommen. Die Aktion läuft weiter. Aber bereits hat Amnesty einen ersten Fax mit Unterschriften ans libysche Justizministerium geschickt. 150 Seiten! Warum ein Fax und nicht ein Mail? «Ein Mail könnte im Spam-Filter landen», sagt Graf. Beim Fax sei Amnesty eher sicher, dass das gelesen werde.
Trotzdem spiele das Internet eine grosse Rolle. «Jede fünfte Unterschrift kommt bereits via Facebook», sagt Graf. Hier könne einer den anderen motivieren mitzumachen. «Für solche Kampagnen spielen diese Social Networks eine grosse Rolle.»
Was bezweckt Hannibal?
Und was hält Graf von der angeblichen Reue von Gaddafi-Sohn Hannibal? Dessen Verhaftung in Genf war ja schliesslich der Auslöser für die Geisel-Affäre. Hannibal zeige jetzt Mitgefühl für Max Göldi, hatten Medien heute berichtet. «Das hat uns überrascht», sagt Göldi. Es sei aber schwer einzuschätzen, wie solche Äusserungen zu verstehen seien.
Bisher sei nur von Gaddafi-Sohn Saif bekannt, dass er sich um eine Verständigunjg mit dem Westen kümmere. Jetzt äussert sich offenbar auch Hannibal versöhnlich. Dazu Graf: «So mehrensich die Anzeichen, dass es bald zu einer Freilassung von Göldi kommt.»