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Béatrice Howald kennt ihren Chef Nicolas G. Hayek († 82) seit vielen Jahren. Seine Fähigkeiten, seine Energie, seine Tagesformen. Plötzlich sei Hayek zusammengebrochen, erzählt die Swatch-Sprecherin. In seinem Büro in Biel BE. Sein Sohn Nick war in der Firma, als es passierte.
Herzversagen! Der Tod kam unerwartet. Und sehr schnell. Nicolas G. Hayek starb auf dem Gelände der Swatch Group. Er wurde nicht mehr in ein Spital überführt. Um 11.50 Uhr rief man den Pikettarzt.
«Sterben während der Arbeit – so hätte er es wahrscheinlich gewünscht», sagt Howald. «Für uns ist es schlimm. Wir sind alle sehr traurig.»
In den letzten Wochen und Monaten war es vergleichsweise ruhig um Nicolas G. Hayek. Er äusserte sich ein, zwei Mal über den harten Franken – gab sich dabei aber sehr gelassen. Öffentliche Auftritte hatten Seltenheitswert. Den letzten grossen hatte er am 23. April: als Schiffspate der MS «Seetal», des neuen Schiffs auf dem Hallwilersee.
Hayek wohnte seit 1962 in Meisterschwanden AG. Dort wurde der Libanese 1964 eingebürgert und 2007 zum Ehrenbürger ernannt. Die Familie lebte bescheiden und zurückgezogen. Sie ist der Gemeinde treu geblieben – auch dann, als es steuergünstigere Plätze gegeben hätte.
Das Magazin «Bilanz» schätzt Hayeks Vermögen auf 3 bis 4 Milliarden Franken. Begonnen hatte er ganz unten. In den Fünfzigerjahren als selbständiger Berater in einem kargen Büro in Zürich. «Es war keine einfache Zeit. Wir haben unsere Möbel verpfändet, und man hat mir einen Kredit von 4000 Franken bewilligt.» Das Büro befand sich gegenüber einer Post, «wo ich immer telefonieren ging, da ich mir kein eigenes Telefon leisten konnte».
In den Achtzigerjahren investierte er sein ganzes Privatvermögen, damals bereits rund 150 Millionen Franken, in die Swatch Group, in die Rettung der Uhrenindustrie. Später träumte er vom eigenen Auto, dem späteren Smart.
Die Hayeks haben zwei Kinder, Nayla (59) und Nick (55). Beide sind in der Swatch Group aktiv. Ebenso wie Enkel Marc Alexander (39).
Als Nayla vor vier Jahren einmal auf die Zeit nach ihrem Vater angesprochen wurde, antwortete sie: «Meinen Vater wird nie jemand ersetzen können. Und wenn wir es denn mal versuchen müssten, könnte dies nie von einer, sondern nur von mehreren Personen übernommen werden. Denn mein Vater ist einmalig und nicht in einer Person zu ersetzen.»
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Die Hemdsärmel offen und immer vier Uhren an den Handgelenken: So kannte man Nicolas G. Hayek. (Keystone)