Als Marke eingetragen Heisst Blochers neue Sonntagszeitung «60 Minuten»?

Alt-Bundesrat Christoph Blocher will eine neue Sonntagszeitung auf den Markt bringen. Der Name sorgt in der Branche für rote Köpfe.

Christoph Blocker, Mitinhaber der "Basler Zeitung" plant offenbar eine neue Sonntagszeitung für die Schweiz. play
Christoph Blocker, Mitinhaber der "Basler Zeitung" plant offenbar eine neue Sonntagszeitung für die Schweiz. Daniel Kellenberger

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Das neue Projekt von Christoph Blocher (76) nimmt langsam Formen an: Der SVP-Stratege und Mitinhaber der «Basler Zeitung» will offenbar mit einer neuen Sonntagszeitung auf den Markt drängen. Das berichtet der «Tages-Anzeiger» heute.

Demnach wurden heute die beiden Marken «60 Minuten» und «1 Stunde» in der Schweiz geschützt. Erstere erhielt zudem im Markenregister die Ergänzung «Am Sonntag". 

Nicht nur die möglichen Namensvarianten und das dazugehörige Logo erinnern stark an die Pendlerzeitung «20 Minuten» des Medienhauses Tamedia. Auch personell lässt sich eine Verbindung erkennen: Hinter der Eintragung steht Rolf Bollmann. Er ist Geschäftsführer der «Basler Zeitung» und stand vorher selber jahrelang im Dienst von Tamedia, wo er sich als Vater von «20 Minuten» einen Namen machte.

Diese Logo-Variante für «60 Minuten» wurde eingetragen. play
Diese Logo-Variante für «60 Minuten» wurde eingetragen. Swissreg.ch

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» bestätigt Bollmann, dass man momentan mehrere Namensvarianten prüfe. Dass es sich dabei um eine Gratis-Sonntagszeitung handle, sei aber überhaupt noch nicht spruchreif.

Wenig Freude über das Basler Vorhaben hat man bei der Konkurrenz in Zürich. Die Verwendung der Zeitangabe «60 Minuten» für ein Medienprodukt sei eine klare Verletzung der Marke «20 Minuten», erklärt Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer. Man habe die betroffenen Vertreter deshalb aufgefordert, die Marke zurückzuziehen. Bollmann reagiert aber entspannt: «Ich würde auf Tamedia zugehen, sollte das Projekt realisiert werden und der Name in die engere Auswahl kommen.» (cat)

Publiziert am 05.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017
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9 Kommentare
  • Peter  Leo 05.01.2017
    Irgendwie traurig, wenn man nicht endlich zurücklehnen kann und auf ein Lebenswerk zurückblickt. Oder fehlt da etwas, das Herr Blocher immer noch sucht? Jeder und jede ist ersetzbar, vor allem wenn der Abgang vorbereitet ist.
    • Dracomir  Pires aus Bern
      06.01.2017
      Man kann nicht einfach die Treue zu unserem Land aufgeben, wenn man älter wird. Wegen der Abschaffung der Direkten Demokratie brauchen wir viel mehr solche Patrioten, bevor wir selbst abgeschafft werden.
  • Paolo  Martinoni 05.01.2017
    So was ist dringend nötig in einem Land, das in Humorlosigkeit ersäuft. Einmal pro Woche wird es nun aber endlich etwas geben, worüber ich von ganzem Herzen lachen kann ...
  • Karl  Müller aus Zürich
    05.01.2017
    Perfekt. Wo kann man sie abonnieren? Bin dabei! Alle anderen Sonntagszeitungen sind voll üblem Feminismus.
  • Mario  Solario aus Lausanne
    05.01.2017
    schön wenn man dann in der badi sieht wer dieses chäsblatt liest.
    gut auch dass man sich nicht mit diesen leuten unterhält.
    • Peter  Aufdermaur aus St.Gallen
      05.01.2017
      Ich nehme an, Sie sind "man"...? Aber ein gewisses Sende- und Mitteilungsbedürfnis scheinen Sie trotzdem zu haben. Sie möchten es einfach als Einbahnstrasse haben; Sie teilen uns mit, was Sie von uns halten, aber hören möchten Sie dazu lieber nichts.
      Kann man auch machen.
      Kennen Sie Goethe:
      Wer nach der Einsamkeit strebt
      o der ist bald allein.
      Ein jeder liebt, ein jeder lebt
      und überlässt ihn seiner Pein.
  • Jean Pierre  Stocker 05.01.2017
    Gute Idee. Er weiss jedenfalls wie man eine pointierte Zeitung ausstattet, das hat er schon in Basel bewiesen. Früher war die BaZ ein "Wischiwaschi-Blättli". Heute trauen die sich was und sagen was Sache ist.