Die vergangenen Stunden lag die Schweiz unter einer dunklen Regendecke. Vor allem im Wallis fielen in der Nacht auf Montag bis zu 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die Wassermassen bringen den Untergrund in Rutschen.

Wie «1815.ch» heute Morgen berichtet, musste der Nufenenpass wegen Steinschlaggefahr geschlossen werden. Herbert Lengen, Strassenmeister vom Goms, sagte dem Onlineportal, es seien Erdrutsche und Geröll auf die Strasse heruntergefallen. Der Pass wurde in beide Richtungen gesperrt. Auch der Susten, Grimsel- und der Furkapass mussten wegen Steinschlag gesperrt werden.

Blackout in Obergoms

Auch in Obergoms sorgt das Wetter für Chaos. Wegen einem abgeknickten Strommast kam es um kurz vor 9.00 Uhr zu einem Stromausfall. Er dauerte vier Stunden an.

Das Onlineportal meldet weiter, in der Ferienanlage «Holiday Camp» hätten 30 ältere Personen evakuiert werden müssen. Sie seien zwischenzeitlich in der Turnhalle von Oberwald untergebracht worden. Laut Renato Kalbermatten, Polizeisprecher der Kantonspolizei Wallis, handle es sich um eine Präventivmassnahme. Von der Rhone gehe zurzeit kein Hochwasserrisiko aus, doch die Feuerwehr beobachte die Lage.

In Saas-Fee gehen derweil erste Bäche über die Ufer, wie ein 8989-Leserreporter meldet. Noch bestehe jedoch keine Gefahr für Menschen oder Gebäude.

«Ab Donnerstag sieht es ziemlich düster aus»

Doch die Situation könnte sich durchaus noch zuspitzen. Christophe Voisord von «MeteoSchweiz» sagt: «Heute Nachmittag könnte der Regen ein bisschen nachlassen.» Auch morgen sei es im Flachland mehrheitlich «trockener». Doch in den Bergen bleibt es regnerisch. Dort seien sogar noch teils starke Gewitter möglich.

Aber dann wird es doch hoffentlich wieder Sommer? «Es ist nicht mit sommerlichen Wetter zu rechnen», sagt Voisord. «Ab Donnerstag sieht es ziemlich düster aus.» (gtq)

Hagel-Schaden von 7 Millionen Franken

Der erste grössere Hagelschlag dieses Sommers hat an landwirtschaftlichen Kulturen einen Schaden von rund 7 Millionen Franken angerichtet. Die Versicherung Schweizer Hagel rechnet mit rund 1500 Schadensmeldungen, wie Vizedirektor Hansueli Lusti auf Anfrage sagte.

Nach den Gewitterzügen am Samstagnachmittag und -abend zog am Sonntagmorgen ab 6 Uhr ein schmaler Gewitterzug durch das Mittelland. Dieser richtete am meisten Schäden an. Vor allem aus den Kantonen Aargau, Baselland, Bern, Freiburg, Jura, Luzern, Thurgau, St. Gallen und Zürich wurden Hagelschäden gemeldet.

Lusti spricht von einem mittelgrossen Ereignis für die Schweizer Hagel. Schäden gab es an Obst-, Acker- und Gemüsekulturen, in Rebbergen, in Gärtnereien und an Wiesland. Für die Schweizer Hagel speziell sei, dass die Schäden nun rasch ermittelt werden müssten: Vielerorts stünden die Kulturen kurz vor der Ernte.

Alle Kommentare (16)

  • Marc  Hubertus , via Facebook
    Ich frage mich wo der Unterschied zu früher war!? Sei das bei den Bahnstrecken, oder bei den Strassen? Wurde da früher einfach mehr darauf geachtet und gereinigt Felswände und Hänge? Nicht nur Schutzzäune errichtet und darauf gewartet bis die Hänge sich lösen? sicher sind bei den Felsreinigungen bessere Beobachtungen erfolgt!
    • 02.07.2012
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  • oskar  meier
    kaum ist es mal zwei oder drei Tage warm,ist das schon eine Hitzewelle.Komisch,ich dachte es sei Sommer,vergessen wie es vor einige Jahren war? ca sechs Wochen immer über 30 Grad,das war ein Sommer.
    • 02.07.2012
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  • R.  Meier
    Dauerregen bringt Rutsch und die Strasse ist futsch....
    Macht euch doch nicht solche Sorgen,zwischen durch kommt halt mal etwas runter,denn die Berge sind ja um einiges aelter als alle Menschen zusammen auf der Welt....
    Und es war immer so zuerst ein Geraeusch,dann etwas Staub und dann heisst es rennen...
    • 02.07.2012
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  • Nadja  Rossi , Uster
    Sind wir doch froh, dass nach der Hitzewelle der vergangenen Woche nun endlich wieder angenehme Temperaturen herrschen. Als Redaktorin von BLICK-Online hätte ich am Freitag einen Artikel mit der Ueberschrift "Wann gibt es endlich wieder eine Abkühlung?" geschrieben. Auf eine weitere Hitzewelle wie jene von vergangener Woche kann ich ehrlich gesagt gut verzichten.
    • 02.07.2012
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  • Toni  DiNozzo
    War die letzten zwei Wochen in den norwegischen Fjorden unterwegs und elrebte sehr angenehme 5°- 22° C.
    • 02.07.2012
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