Allerheiligen teilt die Schweiz in zwei Lager 919 Gemeinden hatten frei, in 1372 wurde geschuftet

ZÜRICH - Neid! Die meisten römisch-katholischen Kantone haben heute Allerheiligen gefeiert und den freien Tag genossen.

Allerheiligen teil die Schweiz: Längst nicht alle hatten frei play
Voller "Sächsilüteplatz" (Archivbild)  Joseph Khakshouri:

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Heute ist der Tag, um aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen zu gedenken. Davon haben natürlich besonders die katholischen Innerschweizer Kantone profitiert. Auch in den Kantonen St.Gallen und Wallis gilt Allerheiligen als gesetzlicher Feiertag – die Menschen konnten dort die strahlende Sonne geniessen.

In der Schweiz gibt es 2294 Gemeinden. In 922 von ihnen hatten die Arbeitnehmenden heute frei. Das ist ein Anteil von 40 Prozent. Die grossen Kantone wie Zürich, Bern und Basel schauten heute neidisch auf die Feiertagsregelung der anderen und fragten sich:

Wieso wir nicht?

Der einzig national geregelte Feiertag ist der 1. August. Ansonsten sind die Kantone selbst für die Bestimmung der gesetzlichen Feiertage verantwortlich. Bei Allerheiligen gelten in den meisten Fällen die konfessionellen Grenzen. Ausser zum Beispiel in Basel-Stadt: Hier verzichten die Katholiken auf den Freitag zugunsten der Fasnacht.

Besucherzahlen gehen durch die Decke

Doch wo Schatten ist, gibt es auch Sonne. Wegen des Feiertags und des guten Wetters boomt der Tages-Tourismus. Im Zoo Zürich ist man sichtlich erfreut über die hohen Besucherzahlen. Denn anstatt ihren Toten zu gedenken, zogen es viele Katholiken vor, die exotischen Tiere am Züriberg zu beobachten. «Aktuell sieht es so aus, dass rund 5000 Eintritte verrechnet werden. Solche Tage gibt es im Jahr nur rund 20 Mal», meint Direktor Alex Rübel am Nachmittag.

Allerheiligen teil die Schweiz: Längst nicht alle hatten frei play
Dr. Alex Rübel  Thomas Luethi

«Besonders Innerschweizer und Deutsche waren bei diesem fantastischen Wetter anwesend.»

Aber auch die heute vernachlässigten Kantone dürfen sich freuen. Im nächsten Jahr liegen viele Feiertage so, dass es sich lohnt, Brückentage einzugeben. Besonders Weihnachten 2017 sorgt für festlich und freie Stimmung. 

Publiziert am 01.11.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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9 Kommentare
  • Patrick  Smart 02.11.2016
    Ich bin gegen jegliche religiösen Feiertage. Wir haben so viele Religionen, dass es Sinn machen würde, nur den 1. August (immerhin Nationalfeiertag) frei zu machen und dann für jeden Mitarbeiter 10 frei wählbare freie Tage, die er für was auch immer einsetzen kann. Kinder, Religion, Sport etc. Das würde für mich Sinn machen.... Gruss
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    02.11.2016
    Schön dass es so ist - wir wollen ja keine Dikate von Oben, sei es vom Bund oder von Rom.....somit kann jeder nach seinem Gusto leben und für die Benachteiligten - Wie wäre es mit eine Initiative für mehr Freie Tage ?
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    02.11.2016
    Katholiken heiligen die HEILIGEN, Protestanten sind Arbeitstierchen - das war schon immer so und soll auch so bleiben.
    Gesetzesänderung höchstens in den Köpfen der Journis die all diesen Blödsinn bringen, Gutes, Bewährtes ändern wollen. NEIN DANKE - ES BLEIBT WIE ES IST - RICHTIG SO!
    ewz
  • Sonja  Zwicker 02.11.2016
    Warum einigt man sich nicht endlich auch in der Schweiz auf eine einheitliche Regelung von gesetzlichen Feiertagen? Immer dieses Durcheinander!
  • Paul  Jakob 02.11.2016
    Dafür ist in den Kantonen, wo am 1. November frei ist der 1. Mai ein Arbeitstag.