Alle wollen auf Snapchat Facebook verliert die jungen Schweizer

Zwar 25 Prozent länger online, aber statt auf Facebook lieber auf Instagram und Snapchat: Schweizer Jugendliche haben ihre Medienlieblinge ausgewechselt.

Alle wollen Snapchat & Instagram: Facebook verliert Schweizer Jugend play
99 Prozent aller Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren haben ein Mobiltelefon, sie sind pro Tag zweieinhalb Stunden online. KEY

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Schon bei der ersten Studie von Swisscom und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) 2010 war die grosse Mehrheit der befragten 1000 Schweizer Jugendlichen bei einem sozialen Netzwerk angemeldet. 2016 sind es 94 Prozent. Doch erstmals liegt nicht mehr Facebook an der Spitze. Mit einer Anmeldequote von 62 Prozent liegt das Portal abgeschlagen auf Platz drei.

Das beliebteste Social Network bei den Jugendlichen ist stattdessen Instagram. 81 Prozent sind angemeldet, knapp dahinter folgt Snapchat mit 80 Prozent. Facebook hat auch bei der täglichen Nutzung stark verloren. 2014 waren noch 79 Prozent der Jugendlichen täglich oder mehrmals pro Woche auf Mark Zuckerbergs Plattform aktiv. Dieses Jahr sind es noch 55 Prozent.

Jugendliche sind zweieinhalb Stunden pro Tag online

Allerdings springen die User nicht unbedingt ab. Denn bei den 18- und 19-Jährigen sind immer noch 80 Prozent angemeldet, und davon sind 83 Prozent häufig online. Es ist die Generation der 12- bis 15-Jährigen, die anderen Plattformen den Vorzug gibt und Facebook ganz ignoriert.

Und das sind weitere spannende Resultate der aktuellen Studie «Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz» (abgekürzt James). Sie wird alle zwei Jahre von der ZHAW im Auftrag der Swisscom durchgeführt.

  • Immer länger online: Unter der Woche surfen Jugendliche 2 Stunden und 30 Minuten pro Tag, ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2014. Am Wochenende steigt die Dauer von 3 Stunden auf 3 Stunden und 40 Minuten.
     
  • Alle haben ein Smartphone: Nur noch ein Prozent der 12- bis 19-Jährigen hat kein eigenes Mobiltelefon. 40 Prozent verfügen zusätzlich über ein Tablet. In 80 Prozent der Haushalte ist mindestens ein Tablet vorhanden, das die Jugendlichen nutzen können.
     
  • Mehr Messenger, massiv weniger SMS: 97 Prozent der Befragten kommunizieren täglich oder mehrmals wöchentlich mit WhatsApp und anderen Messenger-Diensten. Das Telefonieren hat sich bei 71 Prozent eingependelt, SMS nutzen nur noch 58 Prozent häufig. 2012 waren es noch 93 Prozent, 2014 69 Prozent.
     
  • Webvideos boomen massiv: Bewegte Bilder stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs. 78 Prozent schauen häufig Videos übers Handy, 2012 waren es erst 40 Prozent. Es ist damit die beliebteste Online-Unterhaltung der jungen Menschen. Dahinter folgt Musik-Streaming mit 68 Prozent und das Stöbern auf sozialen Netzwerken mit 67 Prozent. Übrigens: 75 Prozent der Jugendlichen können einen Lieblings-Youtuber nennen.
     
  • Unerwünschte Online-Bekanntschaften: 25 Prozent der Minderjährigen haben schon einmal einen unangenehmen Online-Kontakt gehabt – also Cybergrooming, das unerwünschte Ansprechen mit sexuellen Absichten. Mädchen sind mit 34 Prozent stärker betroffen als Jungen (17 Prozent). Trotzdem haben 41 Prozent der 12- bis 19-Jährigen schon einmal eine Online-Bekanntschaft in der realen Welt getroffen.
     
  • Online ersetzt nicht die reale Welt: Die gute Nachricht kommt zum Schluss. Trotz intensiver Nutzung ersetzen Smartphone und soziale Netzwerke nicht Freizeitaktivitäten in der realen Welt – die Zahlen haben sich seit 2010 kaum verändert. 76 Prozent treffen sich häufig mit Freunden. 66 Prozent machen regelmässig Sport. 58 Prozent hängen auch einfach mal ab und machen gar nichts. Nicht mal Snapchat oder Instagram checken.

Übrigens: Kennen Sie schon Blick am Abend auf Snapchat? Hier klicken und unserem Account folgen!

Publiziert am 09.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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