CVP und Blick.ch lancieren die Stromdebatte: Alle reden vom Stromsparen – aber wer macht mit?

  • Publiziert: 21.04.2011, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Michael Perricone

Alle reden vom Stromsparen. Nur: Wer macht mit? Akzeptiert die Bevölkerung neue Verbote? CVP-Darbellay will vom Bundesrat in einem Masterplan wissen, was Stromsparen überhaupt bringt.

Nichts weniger als einen Masterplan zum Energiesparen fordert CVP-Präsident Christoph Darbellay in einem neuen Postulat zuhanden des Bundesrates.

«Nach Fukushima herrscht Verunsicherung», sagt Darbellay. «Nur eines scheint klar: Wir wollen und müssen weiter Energie sparen. Aber wie und wo, darüber haben wir bisher viel zu wenig diskutiert.»

«Wir müssen Energie sparen»

Deshalb will die CVP vom Bundesrat, dass dieser einen Sparplan, einen Masterplan zum Energiesparen, ausarbeitet. Dieser soll Konsequenzen und Sparpotentiale aufzeigen.

«Kommen Gemeinden auch mit halb soviel Strom für die Strassenbeleuchtung aus wie bisher?», will Darbellay wissen. «Welches Sparpotenzial besteht bei Hallenbädern, Eisstadien und sonstigen öffentlichen Grosseinrichtungen? Können wir bei Elektrogeräte strengere Vorschriften machen.»

Bevölkerung soll mitreden

Mit einem Masterplan soll die Bevölkerung eine Entscheidungsgrundlage erhalten, wenn sie über die Energiewende befinden muss. Denn die Kernfrage laute: Sind wir bereit zu verzichten? Oder reden wir nur davon?

Blick.ch nimmt den Ball auf und präsentiert 27 Ideen zum Stromsparen (Textbox rechts). Die Vorschläge betreffen direkt unser Bequemlichkeits- und Freizeitverhalten: Sie sind «einschränkungsrelevant».

Stimmen Sie unten ab und bringen Sie Ihre eigenen Vorschläge ein. Die Diskussion ist eröffnet.

Wo wollen wir Strom sparen? Die Blick.ch-Vorschläge

►Verbot von Saunas, in die weniger als 24 Personen Zutritt haben.

►Verbot der Beheizung von Aussenschwimmbecken.

►Zeitliche Beschränkung des Betriebs von Skisport-Förderbahnen (Sessel- und Skilifte) auf sechs Stunden täglich.

►5%-Energiezuschlag auf Kaffeekapseln, Staubsaug-Säcke und ähnliche, stromabhängige Haushaltshilfen.

►1%-Mehrwertsteuerzuschlag beschränkt auf 10 Jahre als Beitrag zur Aufrüstung der Isolationen von Wohn- und Geschäftshäusern.

►Verbot von Faxgeräten.

►Automatische Beschränkung von Raumheizungen auf max. 20 Grad.

►Beschränkung des Betriebs von Kunsteisflächen auf die Monate November bis Ende Februar.

►Beschränkung des Tiefkühlfachvolumens pro Wohneinheit.

►Technische Beschränkung der Kühlschrankkühlung auf 5 – 7 Grad.

►Verbot aller Glühlampen ab 2012.

►Warmwasserkocher in jeder Küche als vorgeschriebener Standard (bringt Wasser effizienter zum Kochen als Kochherd).

►Automatische Beschränkung der Backofenbetriebszeit auf max. zehn Stunden pro Monat.

►Vorschriftsmässig Volumenbeschränkung der Geschirrspüler (zB 3-Zimmerwohnung nur kleines Gerät).

►Verbot von Trockenschleudern (Tumbler), die für weniger als acht Personen zugänglich sind.

►Verbot des Einbaus von Badewannen.

►Vorschriftsmässiger Verbau von sparsamen Wasserdüsen bei Duschen und Wasserhähnen (spart Warmwasser).

►Vorschriftsmässiger Verbau der Zweistufenspühlung der WCs (fürs kleine und grosse Geschäft).

►Verbot von Sportplatzbeleuchtungen nach 20 Uhr.

►Verbot von Waschmaschinen mit Vorwaschgang.

►Watt-Beschränkung der öffentlichen und privaten Weihnachtsbeleuchtung.

►Abschaltung der Schaufensterbeleuchtung nach 24 Uhr.

Diskutieren Sie mit! Und bringen Sie Ihre eigenen Vorschläge ein!
play Christoph Darbellay will, dass man übers Sparen spricht und dass der Bundesrat Zahlen dazu präsentiert. (ZVG)

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Schweiz

Die Gemeinden und Kantone sollen jede zweiten Strassenlampe abschalten.»

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