
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
«Adventskränze und Weihnachtsbäume haben im Klassenzimmer nichts zu suchen. Das gehört in die Familie.» Das sagt nicht etwa ein radikaler Muslim. Das sagt Beat W. Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerverbandes (kl. Bild).
Wie bitte? Gibts bald ein Weihnachts-Verbot an Schulen?
Der oberste Lehrer reagiert auf den Druck Andersgläubiger. Einige stören sich an unserem Fest.
Im Kanton Neuenburg forderten muslimische Eltern kürzlich: Alle Weihnachtsaktivitäten raus aus der Schule! Es sei nicht tolerierbar, dass Weihnachten in der Klasse gefeiert werde. Auf keinen Fall dürfe in Gegenwart ihrer Kinder über das Fest gesprochen werden.
Im Kanton Waadt gingen muslimische Eltern noch weiter: Sie wollten ihre Kinder den ganzen Dezember vom Unterricht dispensieren. Und sie so vor Adventskranz und Christbaum schützen.
Das liessen die Schulen nicht zu. Aber sie rieten den Lehrern: Dispensiert muslimische Schüler, wenn Weihnachtslieder gesungen werden.
Das ist in Ordnung, findet der oberste Schweizer Lehrer.
«Wenn die Feierlichkeiten religiös geprägt sind, können Eltern verlangen, dass ihre Kinder dispensiert werden», sagt Lehrer-Präsident Zemp. «In der Schweiz herrscht Religionsfreiheit.»
Allerdings: Die Weihnachtsfeiern an Schweizer Schulen seien eher Jahresabschlussfeiern, sagt Zemp. «Da kommt die Klasse zum letzten Mal im alten Jahr zusammen. Daran sollten alle Schüler teilnehmen.»
Beat W. Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerverbandes.