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Angesichts der Anzahl positiver HIV-Tests im ersten Halbjahr dürften nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in diesem Jahr rund 800 neue HIV-Fälle registriert werden.
Nach Jahren des Rückgangs steigen die neuen Infektionen seit 2006 wieder leicht an: Im ersten Halbjahr 2008 wurden dem BAG 342 positive HIV-Tests gemeldet. In der Vorjahresperiode waren es 333 Fälle. 2007 wurden 763 positive HIV-Tests registriert.
Zugenommen hat die Anzahl der HIV-Fälle bei Schweizer Männern, die sich bei heterosexuellem Geschlechtsverkehr angesteckt hatten, informiert das BAG heute. Man werde nun eine Analyse zu dieser Zunahme vornehmen.
Aber auch die HIV-Fälle von Männern, die mit Männern Sex haben, nehme weiter linear zu, teilte das BAG weiter mit.
Abgenommen haben die HIV-Infektionen dagegen bei heterosexuellen Migrantinnen und Migranten aus Gebieten der Subsahara. Bei den Schweizer Frauen blieben die Zahlen auf tiefem Niveau stabil.
Bei 94 Personen brach die Immunschwächekrankheit Aids im ersten Halbjahr 2008 aus. Im Vorjahr waren es mit 93 fast gleich viele gewesen. Diese Zahlen basieren auf Meldungen von Ärztinnen und Ärzten. Es seien aber noch nicht alle Fälle gemeldet, schreibt das BAG.
Die Zahl der Todesfälle von Personen mit Aids ging aufgrund des Einsatzes von neuen Medikamenten in den letzten Jahren stark zurück. Bis Ende Juni 2008 erhielt das BAG Meldung von 12 Todesfällen mit Aids oder HIV. 1994 waren noch 686 Todesfälle registriert worden. (SDA/gux)
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2008 dürften die positiven HIV-Diagnosen steigen. (Reuters)