Abschied von einem grossen Pionier

LAUSANNE – In der Kathedrale Lausanne hat heute die Trauerfeier für Jacques Piccard stattgefunden. Der Tiefseeforscher war am vergangenen Samstag im Alter von 86 Jahren verstorben.

  • Publiziert: 07.11.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

Die Söhne des verstorbenen Tiefseeforschers Jacques Piccard, Bertrand und Thierry, wandten sich während der Zeremonie zu Ehren ihres Vaters an die Trauergemeinde. Unter den Anwesenden waren der Waadtländer Regierungspräsident Pascal Broulis und Prinz Victor-Emmanuel von Savoyen.

Piccard war bekannt geworden, nachdem er 1960 mit dem U-Boot «Trieste» zusammen mit dem US-Marineleutnant Don Walsh bis auf den Grund des Marianen-Grabens im Pazifischen Ozean getaucht war. Die beiden Forscher hatten eine Rekordtiefe von 10916 Meter erreicht.

Der tiefste Punkt unter Wasser wurde seither nie wieder erreicht. Weil die beiden Abenteurer dort Leben vorfanden, wurde in der Folge das Versenken von Nuklearabfällen in Meeresgräben verboten.

1969 leitete Jacques Piccard eine Expedition von sechs Wissenschaftern, die in 30 Tagen den Golfstrom von Florida bis nach Neu-Schottland erforschte: eine 3000 Kilometer lange Unterwasserreise.

Den Forschergeist hat Piccard seinem Sohn Bertrand weitergegeben. Dieser hat die Welt im Ballon ohne Zwischenlandung umflogen. Betrand Piccard plant, dasselbe in einem solarbetriebenen Flugzeug zu tun. (SDA)

play Jacques Piccard. (Reuters)