Tierschützer fordern: Abgetrennte Bereiche für Fleischesser!

  • Publiziert: 12.08.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

INDEMINI TI – Auf seiner Homepage zeigt Carl Sonnthal Verständnis für die Anschläge der Tier-Terroristen auf Daniel Vasella. Für den Tierschutz hat er aber eine andere Idee.

Erst kürzlich wird bekannt: Novartis-Chef Daniel Vasella und einige seiner Kaderleute werden immer wieder von Tier-Terroristen attackiert. Sie schänden Gräber, zünden Autos und Häuser an (Blick.ch berichtete).

Sogar der Bundesrat schaltete sich ein und verurteilte das Treiben der sogenannten Tierschützer. Auf der Seite Tierschutznews.ch zeigt der Tierschützer und Vegetarier Carl Sonnthal aber Verständnis für das Vorgehen der Attentäter. Er schreibt: «Wir können verstehen, dass Tierschänder wie Daniel Vasella, der so viel Blut an den Händen hat, solche Reaktionen herbeiruft.» Und er fügt an: «Terror sind Tierversuche!»

Er selber aber informiere nur und seine Seite sei seriös, schreibt der Tierschützer. Aktiv wird er aber, wenn es um den Schutz der Vegetarier geht. In einem Brief, den Carl Sonnthal auf einer Partnerseite zum Download anbietet, fordert er die Restaurants auf – ähnlich wie bei den Fumoirs für Raucher – die Vegetarier vor dem Anblick der Fleischesser zu schützen.

Er fordert einen Sicht- und Geruchsschutz, einen abgelegenen und isolierten Teil für Fleischgerichte. Das solle «Kinder, Jugendliche unter 18 Jahren, sowie Vegetarier und Veganer vor dem Anblick von Tierleichen und Blut schützen». Der Vegetarier Sonnthal scheint beim Besuch eines Restaurants Höllenqualen zu erleiden. So schreibt er: «Der Gestank ist oft kaum auszuhalten.»

Ob die Idee des Fleisch-Fumoirs sich durchsetzen wird, ist fraglich. Denn die Forderung von Sonnthal stösst selbst bei Verbündeten im Tierschutz auf Ablehnung. Gegenüber der «Südostschweiz» nannte der Sprecher des Schweizer Tierschutzes STS die Idee «schlicht absurd».

Doch Sonnthal beruft sich auf den Schutz vor Passivrauch. «Wenn Nichtraucher in Restaurants vor Zigarettenrauch geschützt werden, müssen die Menschen erst recht vor dem Anblick und dem Geruch von Leichenteilen geschützt werden.» (num)

play Tierschützer Carl Sonnthal fordert: Wer dieses Kalbskotelett im Restaurant verzehren will, solle sich doch bitte ins Hinterstübchen verziehen – zum Schutz der Vegetarier. (SI)

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