BERN – Es ist ein Wettrennen gegen die Zeit: Heute mussten die Behörden den ersten Todesfall wegen Schweinegrippe bekannt geben. Ab nächsten Montag sollen alle zum Impfen gehen.
Das Bundesamt für
Gesundheit (BAG) empfiehlt den Kantonen, ab Montag alle Interessierten gegen
Schweinegrippe zu impfen, soweit Impfstoff vorhanden ist. Risikogruppen haben aber immer noch Vorrang. Am Montag werden 2 Millionen Impfdosen verfügbar sein.Laut einer Mitteilung des Departements des Innern (
EDI) sind die Kantone aufgefordert worden, die Bevölkerung selbst über den Zugang zur Impfung auf ihrem Gebiet zu informieren.Drei Impfstoffe zugelassenIn der Schweiz sind drei Impfstoffe gegen die Schweinegrippe zugelassen, nämlich Focetria, Pandemrix und Celtura. Weil ab Montag insgesamt 2 Millionen Dosen zur Verfügung stehen, habe Departementsvorsteher Didier Burkhalter empfohlen, rascher als geplant nicht nur Risikopersonen zur Impfung zuzulassen, sondern die ganze Bevölkerung.Für die Organisation der Impfung sind die Kantone zuständig. Ihren Vertretern und auch der Ärzteschaft seien die neuen Empfehlungen mitgeteilt worden.Die Kantone werden im Wochenrhythmus weiteren Impfstoff erhalten. Bis Mitte Dezember sollen sie 8,5 Millionen Impfdosen zur Verfügung haben; der Bund hat insgesamt 13 Millionen Dosen bestellt.Welche Impfstoffe für welche PatientenDie Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) will am Mittwoch festlegen, für welche Personen welcher der drei Impfstoffe in welchen Dosen empfohlen werden soll. Dies gab Vizepräsident Hans Binz bekannt.Die Grippe breitet sich derweil in der Schweiz weiter aus. Gemäss den Angaben vom Mittwoch gingen in der vergangenen Woche mehr als 20000 Personen wegen Grippesymptomen zu einem Arzt. In der vorangehenden Woche waren es 12000 gewesen. (SDA/bih)