Entschädigung bei Verspätung – ausser für GA-Besitzer Ab einer Stunde sollen SBB & Co. blechen

Bei Verspätungen von über einer Stunde müssen Bahn- oder Busunternehmen den Passagieren künftig eine Entschädigung von 25 Prozent des Fahrpreises zahlen. Das schlägt der Bundesrat vor. Ab zwei Stunden Verspätung soll die Entschädigung 50 Prozent betragen. Wer ein GA hat, bekommt keine Entschädigung.

Ab einer Stunde zahlt SBB für Verspätungen: Nicht an GA-Nutzer play

Zu langes Warten soll bald vergütet werden.

Keystone

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Der Bundesrat will die Passagierrechte im öffentlichen Verkehr stärken und an die Regelungen in Europa annähern. Das sind die wichtigsten Neuerungen.

Rückerstattung: Ist eine Reise wegen Verspätungen oder Totalausfall für den Kunden nicht mehr möglich hat er künftig folgende Möglichkeiten: Vollständige Erstattung des Fahrpreises vor der Reise. Ohne Nachzahlung zum Ausgangpunkt der Reise zurückkehren und Rückerstattung des vollen Fahrpreises. Oder Verzicht auf Weiterreise und Teilrückerstattung.

Entschädigung: Bei Verspätungen von über einer Stunde hat der Kunde Anrecht auf Entschädigung: Diese beträgt bei Verspätungen von über einer Stunde mindestens 25 Prozent und bei Verspätungen von über zwei Stunden mindestens 50 Prozent des Fahrpreises.

Nur für Einzelbillette: Entschädigungen und Rückerstattungen werden laut der Medienmitteilung des Bundesrates nur für Einzelbillette ausgerichtet, nicht aber für Abonnemente wie das GA oder Verbundabos. Bei diesen lasse sich nicht berechnen, wie hoch der effektiv bezahlte Betrag für eine bestimmte Fahrt sei. Bei Inhabern von Einzelbilletts werden Entschädigungen zur Minimierung des administrativen Aufwands erst ab einem gewissen Mindestbetrag entrichtet. Diesen werde der Bundesrat in der Verordnung festlegen.

Mehr Platz für Velos: Die Regierung plant zudem weitere Verbesserungen. In Zukunft müssten die Unternehmen im Falle von Verspätungen und Ausfällen zwingend über die Passagierrechte informieren. Sämtliche Transportunternehmen müssten künftig auch über eine Beschwerdestelle verfügen. Und auch die Mitnahme von Velos in Zügen und Bussen soll erleichtert werden. Der Bundesrat will die Transportunternehmen verpflichten, «geeignete Voraussetzungen für den Transport von Fahrrädern in ihren Fahrzeugen zu schaffen».

Update folgt...

Publiziert am 16.11.2016 | Aktualisiert am 17.11.2016
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  • Rocky  Stall aus Wiesendangen
    17.11.2016
    Mir erscheint, dass die SBB nicht rechnen kann oder nicht will. Ich selbst besitze KEIN GA, gewinne jedoch den Eindruck, dass gerade diese Leute welche ein GA besitzen und die SBB somit mitfinanzieren (man kann von einem Bodensatz ausgehen) hier eigentlich die Dummen sind. Jedes ABo, ob Monats, GA etc. lasst sich aufgrund der Tatsache auf einen Tag berechnen, wer das nicht kann, hat das Vertrauen seiner Kunden verspielt. Die Monopolstellung macht’s möglich. Nur, welche Alternativen haben wir?
  • Zita  Lang 16.11.2016
    und wann kriege ich eine Entschädigung für einen Stehplatz?,oder dass in verschiedenen Regionen mit alten Zügen fahren darf, wo doch die Preise die gleichen sind.
  • Ernst  Dittmar aus Adliswil
    16.11.2016
    Und warum sollen GA-Besitzer leer ausgehen? Ich konnte so oft wegen defekten Zügen und anderen Betriebspannen eine Reise mit dem Zug nicht durchführen, dass ich das GA nun gekündigt habe. Allein drei Reisen fielen in den letzten drei Monaten ins Wasser.
  • Christoph  Immoos aus Basel
    16.11.2016
    Ich schlage dem Bundesrat folgende Änderung vor: wer mit dem Auto länger als 1 Std. Im Stau steht erhält 50 Prozent der Verkehrssteuer zurück. Bei über 2 Stunden wird die Steuer für 1 Jahr erlassen. Es ist nicht einzusehen, warum die Verkehrsteilnehmer welche nur einen Bruchteil ihrer Kosten selbst bezahlen noch entschädigt werden sollten.
    • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
      17.11.2016
      Bin ich sofort mit Ihnen. Die gleiche Regierung inklusive Parlament, die der SBB immer höhere Infrastrukturkosten aufbürden, möchte nun die SBB noch zur Zahlung von Entschädigungen zwingen. Ach ja: unter ÖV dürften auch Busse fallen und wo fahren diese Busse? Antwort: auf unseren verstopften Strassen und stehen damit im Stau, verursacht durch Lastwagen und Pws. Noch was: muss die SBB auch zahlen, wenn die Verspätung z.B. auf Schäden durch Autos oder Selbstmörder zurück zu führen ist?
  • Sascha  Peter 16.11.2016
    Und warum sollen die GA-Besitzer keine Entschädigung erhalten? Ist das wieder eine Schaffung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft??
    • Daniel  Fischer 16.11.2016
      Weil Sies nicht kontrollieren können. So sind wir Schweizer. Jedesmal wenn ein Zug irgendwo eine Verspätung hätte, würden sich tausende GA-Besitzer melden und behaupten auf diesen Zug zu wollen.
    • Sascha  Peter 16.11.2016
      Herr Fischer, genau der Punkt "man kann es nicht kontrollieren" hat die SBB doch mit dem SwissPass schon längstens selbst eliminiert... Oder nicht? Darum bin ich der Meinung, dass GA-Besitzer genauso Anrecht auf eine Enschädigung haben...