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Eltern geben ihre Kleinen in eine Kinderkrippe im Vertrauen, dass sie dort gut aufgehoben sind. Dieses Vertrauen hat das Chinderhuus in Aarburg arg missbraucht. Das behaupten zumindest ehemalige Mitarbeiterinnen.
Die Chefin der Kinderkrippe, Ruth König, sei eine unwirsche Tyrannin, die die Kinder je nach Herkunftsland bevorzuge oder benachteilige. Das sei so weit gegangen, dass einige Kinder zu trinken bekommen hätten und andere nicht, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.
Die Erziehungsmethoden sollen alles andere als zeitgemäss sein. Die Kinder werden gezwungen zu essen, und wer nicht gehorcht, kassiert Schläge. Als Betreuer werden nur Praktikantinnen eingestellt – zu einem Hungerlohn von 600 Franken pro Monat.
Auf Weiterbildung verzichtet
Aber auch bei Ruth König selber fehle es an pädagogischer Kompetenz. Zwar habe sie vor 25 Jahren ihre Ausbildung als Kleinkinderbetreuerin gemacht, seither aber auf jede Weiterbildung aus Kostengründen verzichtet.
König wehrt sich: Die Krippe sei durchaus kindergerecht. «Ich habe nicht nur Praktikantinnen angestellt. Es haben auch Eltern ausgeholfen und die wissen schon, wie man mit Kindern umgeht.»
Da die meisten Eltern Ausländer und auf die günstige Kinderkrippe angewiesen seien, hätten sie auch nie reklamiert. Deshalb entschlossen sich die ehemaligen Angestellten, dem kinderverachtenden Treiben ein Ende zu setzen. (gca)