Schulleitung: «Wir sind alle sehr traurig»

  • Publiziert: 08.06.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

UNTERSIGGENTHAL AG – Heute nahm die Schulpflege Untersiggenthal offiziell Stellung zum tragischen Selbstmord von Pascal (14). Sie sprach von Trauer und Schock.

Blick.ch veröffentlicht die Erklärung im Wortlaut:

«Gestern, Sonntag 7. Juni 09, musste die Schule vom tragischen Tod von Pascal Galal, 14-jährig, Kenntnis nehmen.

Die Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler sind sehr traurig über diese Nachricht. Der Tod eines jungen Menschen löst bei allen Betroffenheit aus, führt zu Fragen, auf die es nicht immer Antworten gibt.

Die tragischen Umstände des Todes sind für uns alle schwierig zu verstehen und zu akzeptieren. Die Trauer in der Schule ist gross. Unser ganzes Mitgefühl gilt der Mutter, den Angehörigen, den Klassenkameraden und den Lehrpersonen. Wir sind schockiert und sprachlos.
Für uns alle ist es ein Schock, der uns aus dem Alltag herausreisst.

Seit letztem Mittwochabend, 3. Juni 2009, wurde Pascal von seiner Mutter vermisst. Die Polizei hatte mit der Suche nach ihm noch in der Nacht begonnen. Wir alle waren sehr besorgt und hatten gehofft, dass er gesund wieder auftauchen würde.

Am Freitag, 5. Juni 2009, wurde Pascal in der Fahndung der Polizei ausgeschrieben. Gleichzeitig fanden Befragungen von Klassenkameraden und anderen Personen im Umfeld durch die Polizei statt. Am Sonntagnachmittag wurde das Velo von Pascal gefunden und bald darauf machte die Kantonspolizei den traurigen Fund. Pascal hat sich mit einem Seil das Leben genommen.

Die Lehrpersonen wurden über den tragischen Tod vor Schulbeginn informiert. Ein Careteam vom Schulpsychologischen Dienst Baden ist zurzeit vor Ort und arbeitet mit den Betroffenen.

Lehrpersonen und alle Schüler und Schülerinnen und Schüler brauchen Zeit und Raum, um ihre Gefühle und ihre Bestürzung zu verarbeiten. Deshalb stehen ihnen psychologisch geschulte Fachleute zur Seite. Ganz besonders wichtig ist zurzeit auch die Arbeit mit den Klassenkameraden von Pascal. Die Klassenlehrpersonen, die Fachlehrpersonen und die Klassenkameraden werden momentan intensiv begleitet.

Die Eltern aller Schüler und Schülerinnen wurden mittels Brief vor dem Mittag informiert. Auch sie sind gebeten, sich bei Fragen und bei Bedarf an das Careteam zu wenden.

Die betroffene Familie, die Schüler, Schülerinnen und die Lehrpersonen brauchen zum jetzigen Zeitpunkt Schutz, damit sie Raum und Zeit für die Trauer haben.»

unterzeichnet ist die Erklärung von Hansruedi Reinle,
Schulpflegepräsident
(snx)

Top 3

1 Ein Systemfehler? 1 Supercard verloren – 24 neue bekommenbullet
2 Nach Pleite von Promi-Garage 40 Luxusautos unter dem Hammerbullet
3 Irre Vandalen in Baden Mann reisst Parkhaus-Barriere abbullet

Schweiz