Er hat geholfen Neues Geständnis im Schenkkreis-Mord

  • Publiziert: 01.03.2010, Aktualisiert: 14.01.2012

SOLOTHURN – Der im dreifachen Mord von Grenchen SO beschuldigte Deutsche Carsten Schmidt (37) hat Vorbereitungen zu der Bluttat gestanden.

Der Deutsche Carsten Schmidt gestand, bereits für die Nacht vom 14. Mai 2009 zusammen mit den anderen drei Tatbeteiligten in Grenchen einen Raubüberfall auf die später getötete Familie geplant zu haben. Hierzu habe er konkrete organisatorische und technische Vorkehrungen getroffen. Dies teilte der zuständige Staatsanwalt heute mit. Er hat eine entsprechende Anklage erhoben.

Das Vorhaben der Täter scheiterte daran, dass sie sich keinen Zutritt zur Wohnung verschaffen konnten. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub und vorsätzlicher Tötung erhoben.

Die Strafuntersuchung wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung sowie Raubes gegen den Deutschen wurde eingestellt, da der im Kanton Luzern wohnhafte Mann für die Tatzeit am 5. Juni 2009 ein Alibi nachweisen kann.

Das Untersuchungsverfahren gegen die drei weiteren Tatverdächtigen ist weiterhin hängig. Derzeit finden die staatsanwaltschaftlichen Detaileinvernahmen statt. Zwei Schweizer, Guido S.* (25) und Haupttäter Patric Suter (33), hatten bereits Anfang August ein Geständnis abgelegt. Unklar bleibt die Rolle der tatverdächtigten Hundetrainerin Ruth S. * (49).

Im sogenannten Schenkkreis-Mord war am 5. Juni 2009 die dreiköpfige Familie Dubey in ihrem Wohnhaus in Grenchen getötet worden (Blick.ch berichtete). Die Opfer: der 60-jährige Vater, dessen 55-jährige Ehefrau und die 35-jährige Tochter des Paares. Zwei von ihnen wurden erstickt, das dritte Opfer wurde erschossen. Die Strafverfolgungsbehörden gehen davon aus, dass beim Dreifachmord finanzielle Gründe mit im Spiel waren. (SDA/noo)

*Namen der Redaktion bekannt

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