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Anfang März der Schock: Hier wird die Lucie aus dem Haus ihres Mörders abtransportiert. (Markus Heinzer)
Der 25-jährige Verdächtige ist der Polizei einschlägig bekannt. Das wurde heute an der Pressekonferenz der Aargauer Kantonspolizei klar.
Der Mann ist mehrfach vorbestraft, und zwar wegen Vermögensdelikten, Drogen- und Gewaltvergehen.
Brisant: Im Jahr 2003 gab es bereits ein Verfahren gegen den Mann wegen der versuchten Tötung einer Frau. Seit 2008 war er wieder auf freiem Fuss.
Fünf Jahre wegen versuchter Tötung? Kaum! Das Strafmass für ein solches Delikt ist gemäss einem Strafrechts-Experten normalerweise 2, 3 Jahre. Dass ein Verurteilter für fünf Jahre aus dem Verkehr gezogen wird, deutet auf spezielle Umstände hin.
Vor einem Jahr aus Behandlung entlassen
Vieles spricht dafür, dass Daniel H. als Sexualstraftäter verurteilt wurde. Und dass ihn die Richter als gefährlich für die Allgemeinheit einstuften. Die fünf Jahre Freiheitsentzug würden sich somit erklären aus einer Freiheitsstrafe in Kombination mit einer sogenannten psychiatrischen stationären Massnahme.
Dies mit dem Ziel, den Mann zu therapieren und für die Gesellschaft wieder akzeptabel zu machen.
Tatsächlich bestätigt ein Bericht von «Tele Züri», dass der Täter vor kurzem aus einer stationären Behandlung entlassen wurde. Wie die «Tagesschau» meldete, waren mehrere psychiatrische Gutachten erstellt worden. Keines davon wies auf eine erhöhte Gefährlichkeit von H. hin.
Was wusste der Taxifahrer?
Ein Taxi-Unternehmer hat laut «Tele Züri» den mutmsslichen Mörder von Lucie mehrmals von Baden nach Zürich gefahren. Dort hat sich Daniel H. mit Kokain eingedeckt. Auch das war dem Taxifahrer bekannt.
Schlimmer noch: Im Januar hat der Chaffeur dem 25-Jährigen einen Fotoapparat ausgeliehen. Damit hat Daniel H. Bilder von zwei jungen Mädchen geschossen. Diese Mädchen hat der Täxeler anschliessend «völlig verstört» beim Täter abgeholt. Wieso er diesen Vorfall nicht der Polizei gemeldet hat, ist noch nicht klar.
* Name der Redaktion bekannt