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Kurz vor 2 Uhr früh die Meldung: In der Schweiz ist erstmals ein Patient positiv auf den Schweinegrippe-Virus getestet worden. Er heisst Kerry F. Wie bitte? Der wurde doch gestern Abend aus dem Kantonsspital Baden entlassen? Richtig. Das war nur ein Missverständnis, sagt die Spitalleitung.
So beschreibt das Spital den skandalösen Fall: Am Nachmittag hatten die Ärzte einen negativen Grippebefund des Nationalen Grippe-Zentrums in Genf für Influenza A und Influenza B zugesandt bekommen. Mit einem Kommentar. Und der wurde offenbar so falsch interpretiert, dass Kerry F. seine Sachen zusammenpacken durfte.
Dann am Abend kam eine zweites Testergebnis. Ein positiver Befund auf Schweinegrippe. Unmittelbar darauf wird der 19-jährige Schweizer in die Klinik zurückgepfiffen.
Dabei hatte sich Kerry F. so auf die endgültige Rückkehr zur Familie gefreut. Seit dem Montag musste er im Spital in der Quarantäne liegen, nachdem er von einer Ferienreise aus Mexiko heimgekehrt war un erste Grippesymptome zeigte
Für die Familie des ersten offiziellen Schweinegrippepatienten der Schweiz hat der Befund konkrete Folgen: Alle Personen, die Kontakt mit dem Patienten gehabt hätten, wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben, schreibt die Spitalleitung.
Für die Direktbetroffenen hat das Kantonsspital in Baden eine Hotline eingerichtet. Für Personen, die mit Kerry F. keine direkten Kontakt hatten, sind keine Massnahmen notwendig. (SDA/bih/dip)