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Am Samstag gabs in Aarau bereits den vierten so genannten Knastspaziergang. Rund zehn Personen aus der linksautonomen Szene tauchten vor dem Polizeikommando auf, um für die Freilassung von Ivo L.* und Philipp G.* zu demonstrieren.
Die beiden 20-Jährigen sitzen seit fünf Wochen in Untersuchungshaft – einer im Polizeikommando, der andere im Bezirksgebäude. Sie sollen zwischen Mai und November mehrere Luxus-Autos angezündet haben, zwei gehörten SVPlern.
Die Wagen brannten im Aarauer Zelgli-Quartier – wo Ivo L., ein Ex-Juso und -Nationalratskandidat, und Philipp G. wohnen. Seit ihrer Festnahme schlugen aber weitere Auto-Abfackler zu, etwa in Solothurn oder Winterthur (Blick.ch berichtete).
Bezirksamtmann am Pranger
Jetzt brennts auf einschlägigen Internetseiten. Laut der «Aargauer Zeitung» stellten Linksautonome dort den zuständigen Bezirksamtmann Dieter Gautschi an den Pranger: Neben einem Foto steht seine Privatadresse für die, die ihm «mal persönlich etwas mitteilen möchten».
Die Behörden nehmen das ernst. Auch den Aufruf, es gebe «viele Möglichkeiten, seiner Wut Ausdruck zu verleihen, benutzt eure Kreativität.» Gautschi will diese Erpressung nicht kommentieren.
Gifteln gegen den «Attentäter»
Doch nicht nur Freunde der Auto-Zeusler heizen den Fall an. Konservative zeigen sich von Ivo L.s Schuld als «Attentäter auf die Fahrzeuge der SVP-Politiker» überzeugt.
Das Fazit ihrer Betrachtung: Der Juso habe trotzdem nicht viel zu befürchten. Weil ihn die «Genossen Staatsanwälte und Richter» schon «raushauen» würden. (dip)
*Name der Redaktion bekannt
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Ivo L. (20): einst Juso-Nationalratskandidat, heute Brandstifter. (ZVG)