Schweinegrippe In Grenchen darf man Lehrerinnen küssen

  • Aktualisiert am 13.01.2012

GRENCHEN SO – Grenchen nimmts locker, Biberist bibbert: Die Auffassung über die Vorschriften zur Schweinegrippe könnten in den Schulen nicht unterschiedlicher sein, wie dieses Beispiel zeigt.

Wenn sich eine Lehrerin aus Biberist und ein Lehrer aus dem 15 Kilometer entfernten Grenchen treffen, kommts zu merkwürdigen Szenen: Der Lehrer aus Grenchen wird zu den üblichen drei Begrüssungsküsschen unter Berufskollegen ansetzen, worauf die Lehrerin aus Biberist entsetzt zurückweichen wird. Küssen verboten!

Panik kontra Coolness. Nicht anders sind die Weisungen zu verstehen, die derzeit in den beiden Schulen Biberist und Grenchen ausgegeben worden sind. In Biberist hat die Schulleitung aus Angst vor einer Schweinegrippe-Pandemie das Küssen und Händeschütteln untersagt. Das meldet das Internetportal «Grenchen.net».

Dass hingegen die Grenchner Pädagogen unbegrenzt Händeschütteln dürfen und sich ungestraft Küsschen geben dürfen – natürlich nur auf die Backen – hat folgenden Grund: Man wolle jede Angstmache und jegliche Panik vermeiden.

In Grenchen führte die Schule Informationsveranstaltungen für Eltern durch und verteilte den Schülerinnen und Schülern Handzettel mit Tipps zum Umgang mit der Schweinegrippe.

Die Schulleiterin in Grenchen Jacqueline Bill zu «Grenchen.net»: «Wir werden die Situation im Auge behalten und wenn es angezeigt ist, auch weitere Massnahmen ergreifen. Sicher aber werden wir alles tun, um eine Angstmache oder gar eine Panik zu vermeiden.»
Das ist Biberist nicht ganz gelungen. Immerhin ist aber die Gefahr des zügellosen Küssens unter Lehrkörpern somit eingedämmt. (num)

So sollten sich Lehrerinnen sowieso nicht küssen – aber: auch das Begrüssungsküsschen auf die Backe ist in Biberist untersagt.- ZVG

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