Rumäne zielte mit Pistole auf Aargauerin Hausfrau schreit Räuber in die Flucht

VELTHEIM (AG) - Zwei bewaffnete Rumänen wollen bei Iris S. aus Veltheim einbrechen. Als die Hausfrau vom Ausgang heimkehrt, ertappt die zweifache Mutter die beiden Verbrecher auf frischer Tat.

  • Publiziert: 15.10.2012
  • Von Ralph Donghi
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Die Einbrecher lauerten hier im Gang auf Iris S., bedrohten sie mit einer Waffe.

(Ralph Donghi/BLICK)

Ihr beherztes Geschrei – es hätte auch bös enden können für Iris S.* (48) aus Veltheim AG. «Ich weiss, ich habe mich selber nicht mehr erkannt», sagt die zweifache Mutter und Hausfrau. «Zum Glück hat es ein gutes Ende genommen.»

Iris S. ist am Samstagabend mit einer Kollegin im Ausgang. Um 1.20 Uhr kommt sie heim. Ein Schock! «Die Kellertür und die Haustür standen offen. Es brannte kein Licht», sagt die gelernte Gärtnerin. «Das ist nie so!»

Sie geht ins Haus, plötzlich steht im Gang eine dunkle Gestalt vor ihr. «Es war ein Mann, mit einer schwarzen Wollkappe. Ich stand da, wie gelähmt.» Iris S. weiss: Sie muss diese Situation allein lösen, denn ihr Mann Peter S. (50) und ihre Söhne Lukas (12) und Dominik (14) schlafen im oberen Stock. «Ich wusste nicht, was tun. Also fing ich an zu schreien: Hau ab! Da zückte der Mann eine Waffe, zielte auf mich, schrie etwas mit ausländischem Akzent. Dabei schaute er auf meine Handtasche.»

Doch Iris S. will sie nicht hergeben. «Ich hatte zwar nur mein Ausgangspor­temonnaie ohne Kreditkarten in der Tasche. Aber eben auch mein Handy. Und ich wurde irgendwie wütend.»

In dem Moment taucht hinter ihr ein zweiter Mann auf. «Ich schrie noch lauter und habe mich geduckt, falls er abdrückt.» Im oberen Stock sind inzwischen ihre Söhne wach. «Ich hörte oben etwas. Da schrie ich nach meinem Mann. Ganz laut!»

Iris’ Mann Peter schreit zurück: «Was ist los?» Als die zwei Einbrecher die Männerstimme hören, hauen sie ab. «Ich war so froh. Vor allem, dass der mit der Waffe nicht geschossen hat», sagt Iris S. «Wie gefährlich die Situation wirklich war, ist mir erst später klar geworden. Erst dann musste ich weinen.»

Die Polizei kann dank der Hinweise von Iris S. sofort eine Fahndung einleiten. Mit Erfolg: Rasch werden auf der Staffelegg zwei Rumänen (20 und 23) in einem Auto aus Bulgarien angehalten und verhaftet. 

*Name bekannt

Beliebteste Kommentare

  • Christian  Bernhardt , Läufelfingen
    Herzlich willkommen im Täterschutzparadies Schweiz!
  • tom  weber , bern
    Naiv wer glaubt, die sind nach ein paar tagen nicht wieder frei !

Alle Kommentare (25)

  • Ryu  Johannson
    Hut ab vom Mut dieser Frau. Wie die Dame die Situation "gelöst" hat finde ich allerdings mehr als nur gefährlich. Wären die Täter anders drauf gewesen, hätte diese Aktion auch böse enden können. Da finde ich, sollte man schon auf den eigenen Stolz verzichten.
  •   Edi Buchmann , würenlingen
    Und wieder einmal grüssen die allzeit offenen grenzen. In koblenz und zurzach ist abends niemand mehr am grenzübergang. Freier grenzübertritt für jeder jedermann !!! Kommen sie herein, fühlen sie sie sich wie zu hause.
  • jürg  frey , teufen
    Rumänien, Auto aus Bulgarien, Tatort Schweiz; passt alles zusammen.
  • david  meier
    Nach unseren Gesetz wird die Frau wahrscheinlich vom Täter wegen Lärmbelästigung und Körperverletzung angezeigt und bekommt eine Busse.......
  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Es tummeln immer mehr Kriminelle in der Schweiz herum!
    Und es wird noch schlimmer!
    Grenzen wieder dicht machen, dann bekommt man das was man Kriminal Touristen nennt evtl.
    wieder in den Griff!
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