BRITTNAU - Eine Woche nach dem Mord an Willi Moor nimmt die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Kollegen des Verhafteten glauben nicht, dass der Marokkaner die Tat alleine begangen hat.
Tagelang war die Polizei hinter dem Mörder von Willi Moor († 63) her. Am Donnerstag, kurz nach 10 Uhr, der Zugriff: Mit einem Grossaufgebot fuhr die Kantonspolizei in der Asylunterkunft in Muri AG ein und verhaftete einen 28-jährigen Marokkaner (Blick.ch berichtete).
Die Verbindung zwischen dem Opfer aus Brittnau AG und dem Tatverdächtigen ist nach wie vor unklar. «Er war noch nicht lange in der Schweiz. Erst vor kurzem war er aus Italien gekommen», sagt ein Mitbewohner des Tatverdächtigen. «Ein eher ruhiger Typ, der keinen Streit suchte, aber oft unterwegs war», erzählt der Asylbewerber aus Tunesien weiter.
Auch ihn hatte die Polizei bei der Razzia wie alle Bewohner der Asylunterkunft auf den Posten mitgenommen. «Sie stürmten rein, wollten unsere Ausweise sehen. Dann legten sie uns allen Handschellen an», schildert ein Asylbewerber aus Simbabwe.
«Sie machten Fotos von uns, nahmen unsere Fingerabdrücke, Speichelproben. Alle unsere Schuhe wurden eingesammelt», so der Mitbewohner.
Die Kollegen des Verhafteten erzählen: «Der Marokkaner hat die Tat nicht alleine durchgezogen. Offenbar sucht die Polizei noch nach zwei Komplizen. Die drei wollten den alten Mann angeblich ausrauben.»