ZUFIKON - AG - Toni (69) und Heidi (68) Schambron freuen sich riesig auf ihre Ferien in Wien. Doch am Flughafen Zürich lernen sie den bitteren Ernst des Flugalltags kennen.
Toni und Heidi Schambron aus Zufikon (AG) stehen gut gelaunt am Check-In des Zürcher Flughafens. Lange haben sich die beiden auf den Urlaub gefreut, nun kann es endlich losgehen.
Doch es geht nicht los. Die Frau am Schalter deutet auf die Tickets, dann auf die Identitätskarten der beiden. «Sie dürfen nicht fliegen, die Namen auf der Buchung entsprechen nicht den Angaben im Ausweis», so die Angestellte der Air Berlin.
Die beiden überprüfen die Angaben: Bei ihm steht Toni auf dem Billet, bei ihr Heidi. In den Identitätskarten hingegen sind die vollen Namen aufgeführt: Anton und Adelheid.
Ein kleiner Scherz, denken sich die zwei. Doch das Personal hält stur am Flugverbot fest – obwohl völlig klar ist, dass es sich um einfach Übernamen handelt. «Ich verstehe dieses Vorgehen nicht, das ist sehr kleinlich», sagt Toni Schambron gegenüber dem Kassensturz, welcher den Fall publik machte.
Erst, als Toni und Heidi die Namen auf den Tickets ändern lassen, können sie ins Flugzeug nach Wien steigen. Das kostet horrende 640 Franken!
Die deutsche Fluggesellschaft kennt kein Erbarmen mit den Aargauern. Dem «Kassensturz» liess Air Berlin verlauten, es stehe in den Geschäftsbedingungen, dass der Name auf dem Flugticket und dem Ausweis identisch sein muss.
Etwas stört Toni Schambron am Ticket-Theater besonders: «Wir hatten deutlich weniger Feriengeld zur Verfügung.» (whk/gpr)
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