Toni und Heidi Flugverbot für Aargauer wegen Vornamen

ZUFIKON - AG - Toni (69) und Heidi (68) Schambron freuen sich riesig auf ihre Ferien in Wien. Doch am Flughafen Zürich lernen sie den bitteren Ernst des Flugalltags kennen.

  • Publiziert: 26.09.2012

Toni und Heidi Schambron aus Zufikon (AG) stehen gut gelaunt am Check-In des Zürcher Flughafens. Lange haben sich die beiden auf den Urlaub gefreut, nun kann es endlich losgehen.

Doch es geht nicht los. Die Frau am Schalter deutet auf die Tickets, dann auf die Identitätskarten der beiden. «Sie dürfen nicht fliegen, die Namen auf der Buchung entsprechen nicht den Angaben im Ausweis», so die Angestellte der Air Berlin.

Die beiden überprüfen die Angaben: Bei ihm steht Toni auf dem Billet, bei ihr Heidi. In den Identitätskarten hingegen sind die vollen Namen aufgeführt: Anton und Adelheid.

Ein kleiner Scherz, denken sich die zwei. Doch das Personal hält stur am Flugverbot fest – obwohl völlig klar ist, dass es sich um einfach Übernamen handelt. «Ich verstehe dieses Vorgehen nicht, das ist sehr kleinlich», sagt Toni Schambron gegenüber dem Kassensturz, welcher den Fall publik machte.

Erst, als Toni und Heidi die Namen auf den Tickets ändern lassen, können sie ins Flugzeug nach Wien steigen. Das kostet horrende 640 Franken!

Air Berlin gibt sich stur

Die deutsche Fluggesellschaft kennt kein Erbarmen mit den Aargauern. Dem «Kassensturz» liess Air Berlin verlauten, es stehe in den Geschäftsbedingungen, dass der Name auf dem Flugticket und dem Ausweis identisch sein muss.

Etwas stört Toni Schambron am Ticket-Theater besonders: «Wir hatten deutlich weniger Feriengeld zur Verfügung.» (whk/gpr)

Beliebteste Kommentare

  • Jana  Culosi , via Facebook
    Das sollte doch klar sein, das man den richtigen vollen Namen bei einer Ticketbuchung angeben muss und nicht die Spitznamen..
  • Michi  Beck
    Oje die Armen. Und dann war es noch eine deutsche Airline. So schlimm.

    Man fliegt halt nicht weit mit Spitznamen, das ist bei der Swiss hoffentlich wenig anders. Wozu steht sonst bei der Buchung da "Name wie im Pass angegeben".

Alle Kommentare (41)

  • Dieter  Bolliger , via Facebook
    Ein bisschen Fingerspitzengefühl würde bei der Air Berlin nicht schaden. So was von Sturheit. Gut zu Wissen.
    Als ich in Mexiko lebte, hatte es auch einen Fehler in meinem dortigen Ausweis. Ich hiess "Billiger" statt "Bolliger". :- Hat nie Probleme gegeben.
  • Boris   Jelzin
    Der einzige Skandal ist lediglich der Preis für die Änderung der beiden Vornamen auf den Tickets, da hätte man kulanter sein müssen!
  • Juan  Garcia
    Wer fliegt schon mit Air Berlin? Ich habe das ein Mal gemacht aber nie wieder! Lassen einen in Berlin stranden weil der Anschlussflug zuwenig belegt war, man hat ein Riesentheater weil sie nicht imstande sind ein Shuttle Service zum Hotel zu organisieren. Ich habe meine Lektion gelernt...
  • Kofmel  Peter , via Facebook
    Wenn Nahmen nicht mit dem Pass oder der ID nicht übereinstimmen,ist es richtig wenn die Person nicht reisen darf..Die Brasilianische Botschaft enttekte bei meiner Frau in ihrer ID, wo beide Eltern auch afgeführt sind,dass der Name ihres Vaters mit einem Buchstaben falsch geschrieben war und desswegen stellten sie uns kein Dokument aus. Meine Frau musste nach Brasilien reisen und eine neue ID machen lassen.Kostenpunkt 1500 SFR.für den Flug. Also die selbskontrolle ist sehr wichtig,damit nicht eine andere Person sich das zu nutzen macht.
  • Bruno  Steinegger , via Facebook
    Flugticket muss immer mit dem Ausweis identisch sein. Dies ist bei jeder Airline so. Spitznamen werden International NICHT anerkannt. Dies ist in Asien genau so.
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