Achtung giftig! Essen Sie keine Aargauer Aale – sie sind krebsverseucht!

  • Publiziert: 27.05.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

AARAU – Im Kanton Aargau sollen keine selbst gefangenen Aale und Barben gegessen werden. Sie sind stark mit dem krebserregenden Stoff polychlorierte Biphenyle (PCB) belastet.

Der Verzicht auf den Verzehr gelte insbesondere für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie für Frauen im gebärfähigen Alter, teilte das Aargauer Umweltdepartement heute mit. Die Aale und Barben seien stark mit dem dioxinähnlichen PCB belastet.

Entwarnung geben die Behörden jedoch für selbst gefangene Speisefische wie Forellen, Alet, Hechte, Eglis und insbesondere für Felchen aus dem Hallwilersee. Diese Fische könnten im Umfang von bis zu drei Portionen pro Wochen bedenkenlos konsumiert werden.

Deswegen sind die Fische verseucht

PCB sind synthetisch hergestellte Substanzgemische. Sie wurden zur Isolation in Kondensatoren und Transformatoren, in Hydrauliköl, aber auch in Lacken, Harzen, Kunststoffen oder Druckerfarben verwendet. 1972 wurde die Verwendung von PCB aufgrund der schädlichen Eigenschaften für Mensch und Umwelt für offene Systeme verboten. 1986 trat ein generelles PCB-Verbot in Kraft.

Da PCB schlecht abbaubar sind, sind sie nach wie vor in der Umwelt weit verbreitet. Sie reichern sich somit in der Nahrungskette an. Aale und Barben sind vor allem belastet, weil sie fettes Fleisch haben. Ausserdem halten sich diese Fische nahe am Boden auf – bei den PCB-Ablagerungen. (SDA/gux)

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