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Es sollte eigentlich ein vergnügter Fussballnachmittag werden. Stefan B.*(13) und seine Kollegen – alles überzeugte FC-Aarau-Fans – wollen sich am Sonntag das Spiel ihres Clubs gegen den FC Luzern ansehen.
Es ist kurz nach 14 Uhr. Die Jugendlichen sind auf dem Weg zum Spiel. Stefan trennt sich nur kurz von der Gruppe, um am Bahnhof Aarau auf die Toilette zu gehen. Plötzlich stellt sich ihm ein junger Mann in den Weg. «Er kam wie aus dem Nichts. Sagte kein Wort und schlug mir die Faust ins Gesicht», sagt der 6-Klässler. Der Angreifer trägt einen Schal des FC Luzern. Sein Opfer ein Leibchen des FC Aarau mit dem Namen des Torhüters Ivan Benito auf dem Rücken.
Als Stefan zu Boden geht, tritt ihn der Mann sogar noch brutal mit den Füssen. «Ich blutete aus Mund und Nase.»
Stefan gelingt schliesslich die Flucht zu seinen Kameraden. Die begleiten ihn zum Stadion. «Unterwegs sackte ich immer wieder zusammen», sagt Stefan. Die Ambulanz bringt ihn ins Spital Aarau.
Die Polizei ist dem Hooligan bereits auf der Spur. BLICK weiss: Der Sicherheitsdienst des FC Aarau hat noch während des Spiels einen Verdächtigen aus dem Fan-Block des FC Luzern vernommen! Anscheinend konnten die Überwachungskameras am Bahnhof Aarau Hinweise auf den Täter liefern. Ausserdem soll es einen wichtigen Zeugen des Überfalls geben.
Stefans Mutter Rita B.* (49) ist erschüttert: «Kann man denn sein Kind nicht mal mehr in der Gruppe zu einem Spiel lassen, ohne dass man Angst haben muss?»
Stefan hat Prellungen im Gesicht, ein Beinknochen ist angerissen. Er muss die nächsten Wochen einen Gips tragen. «Ich habe schlimme Schmerzen. Der Schlag an den Kopf hätte mich töten können.»
Und zu allem Übel hat sein Club am Sonntag auch noch 2:4 verloren.
*Name bekannt.
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Stefan B.s Bein ist eingegipst: «Ich habe schlimme Schmerzen.» (Ralph Donghi)