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Ein einfaches Holzkreuz – wie bei allen andern, die in Meisterschwanden beigesetzt werden. (Ralph Donghi)
Ein schlichtes Holzkreuz mit dem Namen Nicolas G. Hayek. Seit gestern morgen steht es auf dem Friedhof von Meisterschwanden. Der Aargauer Gemeinde, in der Hayek seit 1962 wohnte.
Es war gegen 10 Uhr, als die Familie Hayek bei der reformierten Kirche eintraf: die Witwe Marianne (80), Tochter Nayla (59), Sohn Nick (55), Enkel Marc Alexander (39) und einige ganz nahe Verwandte. Insgesamt etwa ein Dutzend Personen.
Beisetzung im engsten Familienkreis
Die Beerdigung fand im allerengsten Familienkreis statt.
Gemeindeammann Kurt Kaufmann (66) durfte zwar vor Ort kondolieren. Doch an der Beisetzung nahm auch er nicht teil.
«In lieber Erinnerung.» Der einzige Kranz beim Grab stammte von der Gemeinde, die Nicolas G. Hayek 2007 zum Ehrenbürger gemacht hatte.
Kurt Kaufmann erzählt: «Wegen des grossen Rummels nach seinem Tod mussten wir am Donnerstag das ganze Areal von der Polizei überwachen lassen.» Es habe keine Abdankung in der Kirche gegeben. «Diese fand um 10.30 Uhr direkt beim Grab statt», so Kaufmann.
Für jede Vision eine Sonnenblume
Der reformierte Pfarrer Philipp Nanz, ein enger Freund der Hayeks, ist extra aus einem dreimonatigen Weiterbildungsurlaub angereist. Er liest aus der Bibel und spricht am Ende der Beerdigung ein paar ganz persönliche Worte zur Trauerfamilie.
Nicolas G. Hayek wird in einem edlen Sarg aus braunem Holz bestattet. Auf dem Grab stehen zehn rote Lichter. Zum Kreuz hat die Familie ein Rosengesteck stellen lassen. Auf der Erde liegen Sonnenblumen. Sie scheinen den Betrachter anzustrahlen. Genau so, wie es der Unternehmer Hayek tun konnte, wenn er von seinen Visionen erzählte.
Nicolas G. Hayek ist am Montag im Alter von 82 Jahren an einem Herzversagen gestorben. An seinem Arbeitsplatz in Biel.
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(Keystone)