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Mit Händen und Füssen wehrten sich die Bettwiler gegen die geplante Asylunterkunft. 100 Asylanten wollte der Bund während sechs Monaten im 560-Seelen-Dorf unterbringen. Vor einer Woche dann das grosse Aufatmen: Rechtsgutachten kamen zum Schluss, dass eine solche Nutzung bewilligungspflichtig wäre.
Doch haben sich die Bettwiler zu früh gefreut? Der Bund prüft nun die redimensionierte Nutzung einer Militäranlage für 20 bis 40 Asylbewerber. Das teilte das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag nach einer Sitzung der «Arbeitsgruppe Bettwil» mit. Der Gruppe gehören Vertreter des Kantons, der Gemeinde und des Bundesamtes für Migration (BFM) an.
Der BFM-Vertreter habe ausgeführt, dass eine redimensionierte Nutzung nach Meinung des Bundes bewilligungsfähig sei, hielt das DGS fest. Das BFM habe jedoch versichert, dass sich der Bund in jedem Fall an die Baubewilligungspflicht halte.
Kanton und Gemeinde bleiben hart
Der Kanton geht jedoch davon aus, dass auch ein kleineres Projekt nicht bewilligungsfähig ist, heisst es in einer Medienmitteilung.
An der Sitzung der Arbeitsgruppe wies der Bettwiler Gemeindeammann die redimensionierten Pläne des BFM zurück. Gleicher Meinung ist auch Jacqueline Wiederkehr vom Verein «Pro Bettwil»: «Wir wollen die Asylunterkunft auch nicht in einer kleineren Form. Das ist doch nur noch eine Zwängerei des Bundes, ein letztes Aufbäumen des BFM», sagt sie gegenüber Blick.ch. (dra/SDA)