
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Der geplante Überfall auf die Familie Dubey in Grenchen SO ist auch im zweiten Anlauf beinahe gescheitert. Denn Hammerwerfer Patric Suter (32) und Güggeli-Griller Guido S.* (24) stecken an jenem Freitagabend bei Lenzburg AG im Stau.
Ihre späteren Mörder rufen Margrit Dubey († 55) an, weil sie wissen, dass sie noch an einen Schlagerabend in Bern will. Ein Zeuge hört das Telefonat bei den Dubeys mit.
Die Hausfrau beschliesst, auf ihre verspäteten Gäste – sie wollten offenbar nur kurz bleiben – zu warten. Ein verheerender Entscheid. Am Schlagerabend taucht sie nie auf.
Am nächsten Tag findet eine Freundin Margrit Dubey, ihren Mann Pierre André († 60) und Tochter Dania († 35) tot in ihrer Attika-Wohnung.
Der Hammerwerfer und der Güggeli-Griller klingeln kurz vor 20 Uhr an der Tür der Dubeys. Dann ermorden sie die ganze Familie kaltblütig. Mutter und Tochter ersticken sie mit Säcken, den Vater erschiessen sie.
Mitte Mai scheitert der erste Versuch von Patric Suter und Guido S., die Dubeys auszurauben. Sie träumen mit dem Deutschen Carsten Schmidt (36) von einer Viertelmillion Franken Beute. Geld aus Schenkkreis-Geschäften. Mit Masken und Werkzeug fahren sie nach Grenchen. Doch die Familie Dubey ist ausser Haus, das Trio zieht sich zurück.
Beim zweiten Versuch wollen Patric Suter und Guido S. auf Nummer sicher gehen. Sie kündigen ihren Besuch an – und die Verspätung. Die Dubeys warten zu Hause darauf, ihren Mördern die Wohnungstür zu öffnen.
In U-Haft gestehen Suter und S. später den Dreifachmord. Bald erzählen sie auch vom gescheiterten ersten Versuch mit dem Schreiner Schmidt.
Wie die Mörder bei ihren Opfern einen Termin bekamen, ist noch nicht restlos geklärt. Suter kannte Margrit Dubey durch eigene Schenkkreis-Aktivitäten.
* Namen der Redaktion bekannt