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Blick: Herr Angehrn , woher kannten Sie Frau Dubey?
Stefan Angehrn : Sie war selbständige Franchisepartnerin von Unicity International. Wie ich und weltweit 350 000 andere auch. Wir haben uns gelegentlich gesehen, wenn Weiterbildungskurse stattgefunden haben. Eine nette und freundliche Bios-Life-Franchisepartnerin.
Trafen Sie sich auch privat mit der Familie Dubey?
Wir hatten keinen privaten Kontakt. Nur einmal kamen Margrit und Pierre nach einer Weiterbildung noch zum Abendessen mit. Das war am 16. März. Etwa 25 Franchisepartner waren dabei. Sie erzählte, dass sie an diesem Tag Geburtstag habe – und bezahlte alle Getränke. Die beiden schienen sehr glücklich. Privat war ich aber nie bei ihnen eingeladen.
Jetzt ist die ganze Familie tot. Wie haben Sie davon erfahren?
Ich habe am Sonntagmorgen einen Anruf von Pius H.* bekommen, einem direkten Franchisepartner der Dubeys.
Wie haben Sie reagiert?
Ich war geschockt. Solche Dinge geschehen ja sonst nur in schlechten Filmen. Ich bedaure sehr, dass so etwas in der heutigen Zeit und in der doch so sicheren Schweiz geschehen kann. Alle Verwandten und Bekannten der Familie Dubey haben mein tiefes Mitgefühl.
Stimmt es, dass Sie morgen Abend noch einen Termin im Büro der Dubeys hätten?
Das stimmt. Sie ist auf mich zugekommen. Ich bot an, einen Abend lang in Grenchen den Leuten den Vergütungsplan und professionelles Arbeiten zu erklären.
Waren Sie auch bei der Polizei?
Ich habe meine Aussage am Sonntag in Grenchen gemacht. Margrit Dubey hatte mich am Freitagnachmittag noch angerufen, um mir mitzuteilen, dass sich viele Franchisepartner für den Abend angemeldet hätten. Sie freute sich sehr. Das war eines der letzten Telefonate, die sie geführt hat.
Was wollte die Polizei wissen?
Ob Margrit mir vielleicht erzählte, wen sie am Abend zu treffen gedachte oder wen die Dubeys allenfalls zu Besuch erwarteten. Leider konnte ich in diesen Punkten nicht weiterhelfen.
Hat Sie Margrit Dubey auch für Schenkkreise angeworben?
So was wollte man mir in den letzten 15 Jahren sicher 30 Mal andrehen. Damit ich meine Schulden tilgen könne. Aber das war und ist nichts für mich. Das ist illegal. Damit will ich nichts zu tun haben.
* Name der Redaktion bekannt
play
Stefan Angehrn ist einer der Letzten, mit denen Margrit Dubey telefonierte. (SonntagsBlick)