Zehn Unfälle in einer Woche! Das Risiko auf dem Zebrastreifen

  • Aktualisiert am 14.01.2012
  • Von Viktor Dammann

Zehn Fussgängerinnen und Fussgänger wurden letzte Woche auf Zebrastreifen verletzt. Zwei Menschen verloren ihr Leben.

Die meisten Unfälle passierten bei Morgengrauen oder in der Abenddämmerung. Thomas Schweizer, Geschäftsführer Fussverkehr Schweiz, sieht nicht die Dunkelheit als Hauptschuldigen. «Dies wäre zu einfach. Unfälle auf Fussgängerstreifen passieren zu allen Tageszeiten.»

Wie kommt man denn sicher über die Strasse? «Der Fussgänger sollte die Fahrbahn mit möglichst wenigen Schritten überqueren können. Deshalb fordern wir bei breiten Strassen in der Strassenmitte zur Sicherheit eine Verkehrsinsel», erklärt Schweizer. «Die Geschwindigkeiten müssen namentlich bei schlechten Sichtverhältnissen angepasst werden. Tempo 50 ist oft zu schnell.»

Zurück zum Handzeichen will der Experte nicht: «Das Zeichen wurde europaweit abgeschafft. Zudem war es nicht normiert, sodass jeder etwas anderes darunter verstand.»

Jedoch scheiterte die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger letztes Jahr mit ihrer parlamentarischen Initiative zur Wiedereinführung nur knapp. Und die Autoindustrie reagierte. So kann der neue Volvo S60 mit dem Fussgänger-Kollisions-Warnsystem ausgerüstet werden. Übersieht der Fahrer trotz Gong und Blinklicht einen Fussgänger, wird eine Vollbremsung eingeleitet.

Rechtlich hat der Fussgänger, der einen Zebrastreifen betreten will, Vortritt. Bei Missachtung kann der Autofahrer 140 Franken Busse kriegen. Betritt ein Fussgänger den Streifen bei Rot, riskiert er 30 Franken Busse. Höhere Bussen drohen Fussgängern, wenn sie die «Fahrbahn unvorsichtig überqueren».

BLICK berichtete am Donnerstag über den Tod des 17-jährigen Lehrlings.

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Schweiz

Wie lassen sich Unfälle auf dem Fussgängerstreifen vermeiden?»

  • 49% Das Handzeichen muss wieder her!
  • 16% Tempo anpassen.
  • 35% Gesetze helfen nicht. Blickkontakt ist Pflicht!