BREMGARTEN (AG) - AG - Nach einer Serie von Einbrüchen verhaftet die Polizei-Sondereinheit in Bremgarten AG acht Gangster
Mit Vollgas und Blaulicht brausen sieben Polizei-Zivilfahrzeuge durch den nächtlichen Aargau. An Bord: Grenadiere aus St. Gallen, aus der Luft unterstützt von einem Heli. Ziel der Sondereinheit: die Beiz Frohburg in Bremgarten AG, die einer achtköpfigen Einbrecherbande aus dem Balkan als Schaltzentrale dient.
Gestern um 4.21 Uhr schlug die Elitetruppe zu und überraschte die Gangster in einer Wohnung über dem Schankraum.
Auch Nachbar Sivasankar S.* (28) wird aus dem Schlaf gerissen: «Ein furchtbarer Lärm, Geschrei, Poltern. Als ich aus meiner Tür blickte, sah ich, wie die Polizisten einen Mann in Handschellen abführten.»
BLICK weiss: Der Blitz-Schlag gegen die Balkan-Bande war sorgfältig geplant. Polizisten und Staatsanwälte aus drei Kantonen (Luzern, St. Gallen, Aargau) arbeiteten seit Wochen am Zugriff. Denn die achtköpfige Diebesbande (im Alter von 20 bis 40 Jahren) beging seit längerer Zeit landesweit Einbrüche.
Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei: «Die Täter sind wahrlich keine Unbekannten. Sie kommen aus verschiedenen Regionen Osteuropas, das macht die Ermittlungsarbeit nicht leichter.» Ihre letzte Einbruchstour führte die Gangster direkt in die örtliche Badi. Dort hatte es die Bande wenige Stunden vor der Festnahme auf den Tresor abgesehen.
Badmeister Renato Lorenzi (36) beobachtete schon am Mittwoch einen Mercedes mit albanischen Kennzeichen, der auffällig oft um die Badi kurvte. Der Einbruch macht ihn immer noch fassungslos: «Die sind ganz gezielt vorgegangen und haben den Tresor wie Profi-Handwerker aufgeflext. Da waren locker 7000 Franken drin. Danach zogen sie wild durchs Gebäude, schlugen Lampen kaputt, knackten Schlösser in der Umkleide.»
Offenbar zog es die Gangster ganz bewusst in den Aargau. Die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu Nachbarländern machen den Kanton so attraktiv.
Polizei-Sprecher Kurt Graf schwant Böses: «Bis wir alle Einbrüche und Delikte der Tätergruppe erfasst haben, dürften noch ein paar Wochen vergehen.»
* Name der Redaktion bekannt
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