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Im «Hexenmuseum Schweiz» kann man Tarotkarten, alte Zauberbücher und Kristallkugeln bestaunen. Daneben gibts Infos zum Kaffeesatzlesen. Und im Oktober soll sogar eine Abteilung über die Hexenverfolgung im Mittelalter und der frühen Neuzeit eröffnet werden.
Dem Aargauer EDU-Grossrat und reformierten Pfarrer Samuel Schmid ist das zu viel des Heidnischen. Insbesondere, weil die selbsternannte Hexe «Wicca», die das Museum leitet, Führungen für Schüler ab 13 Jahren anbietet.
«... kaum Grundwissen über christlichen Glauben»
Samuel Schmid wollte deshalb in einer Interpellation vom Regierungsrat wissen, ob man gedenkt, die Besuche von Schulklassen im Hexenmuseum zu unterbinden. Den Pfarrer ärgerts, wenn man in der Schule Stoff «über Hexen und Kaffeesatzlesen vermittelt bekommt, dafür kaum noch Grundwissen über den christlichen Glauben», wie er in der «Mittelland Zeitung» betont.
Dabei ist der Museums-Besuch weder Bestand des Lehrplans, noch ist klar, ob überhaupt jemals eine Schulklasse das Hexenmuseum besucht hat. Die Durchführung einer solchen Exkursion liege nämlich im Verantwortungsbereich der Schulen und Lehrpersonen, wie der Regierungsrat in seiner Antwort auf Schmids Interpellation festhält.
Anliegen findet kein Gehör
Ohnehin hätte der Regierungsrat nichts gegen einen Besuch im Hexenmuseum einzuwenden, solange dieser «in einem fachlichen Zusammenhang mit den Zielen des Lehrplans» stehe und «eine differenzierte und kritische Auseinandersetzung mit den im Museum präsentierten Themen» zum Ziel habe.
Die Kosten für die Beantwortung von Schmids Vorstoss betragen 2107 Franken. Doch damit ist das «Gschtürm» um die Hexen noch nicht beendet: Das Anliegen des EDU-Politikers wird auch im Grossen Rat zur Sprache kommen. Vielleicht setzt dieser ja der Diskussion um das Hexenmuseum ein wundersames Ende. (noo)
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Hexe: Damit ist nicht zu spassen, meint EDU-Politiker Samuel Schmid. (Keystone)