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Ivo L.* und Philipp G.*, beide 20 und aus dem Aarauer Zelgli-Quartier, sollen zwischen Mai und November in ihrer Nachbarschaft mehrere Autos angezündet haben. Wegen diesem Vorwurf sitzen sie in U-Haft (Blick.ch berichtete).
Doch auf Schweizer Strassen brennt es weiter: In der Nacht auf Montag wurden in Solothurn drei Autos in Brand gesteckt, zwei weitere angesengt. Sachschaden: über 200000 Franken.
Und am 7. Dezember traf es zwei Autos beim Bahnhof Winterthur. Daneben hatten die Brandstifter – linksautonome Gegner von Gefangenentransporten – an eine Wand gesprayt: «No JailTrain – no Jails.»
Bekennerschreiben im Internet
Waren da Anhänger der Zeusler von Aarau am Werk? Laut der «Aargauer Zeitung» schliessen das weder die Kantonspolizeien Solothurn und Zürich noch der Dienst für Analyse und Prävention des VBS aus.
Sie hätten einzelne Bekennungen und ähnliche Vorgehensweisen, heisst es aus Bern. So stand in einem einschlägigen Internet-Forum nach dem Anschlag in Winterthur: «Diese Aktion geschah in Solidarität mit den beiden inhaftierten Anarchisten in Aarau.»
«Gitterfenster eigenhändig einreissen»
Anarchist Ivo L. kandidierte einst als Juso-Mitglied für den Nationalrat. Jetzt wollen ihn so genannte Freunde «aus der körperlichen und psychischen Folter der Untersuchungshaft» holen. Und drohen, sie würden die «Gitterfenster der Knäste eigenhändig einreissen».
Das könnten die Linksautonomen geplant haben, die sich am vorletzten Samstag in Aarau getroffen haben. Damals löste die Polizei die Demo – doch im Internet hiess es kurz darauf: «Wir kommen wieder!» (dip)
*Namen der Redaktion bekannt
Ivo L. (20): einst Juso-Nationalratskandidat, heute Brandstifter.- ZVG