EPTINGEN BL – Viel Verkehr und Schneefälle: Auf der A2 ging nichts mehr. Der Belchentunnel musste gesperrt werden. Es gab Verletzte.
Erst gab es ein «ausserordentliches Verkehrsaufkommen», meldet die
Polizei heute. Und dann kamen gestern ab 9 Uhr intensive Schneefälle. Innert Minuten herrschte Winter auf der A2. Die Unterhaltsdienste kamen bald nicht mehr durch.
Wegen dem «enormen Verkehrsvolumen» harzte es auch an der Autobahnverzweigung Härkingen SO. Weil im just davor liegenden Belchentunnel sicherheitshalber keine Staus zugelassen werden, wurde der Tunnel ab Mitte Vormittag bis 18 Uhr wiederholt für jeweils 20 bis 30 Minuten ganz gesperrt.
Kilometerlage Staus – Autos drehten PirouettenDie durch die Tunnelsperrungen ausgelösten Staus erreichten eine Länge von bis zu acht Kilometern. Ausserdem kam es zu rund einem Dutzend Unfällen.
Verletzt wurde ein 61-jähriger Autolenker und seine Mitfahrerin, als ihr Fahrzeug in einen Sattelschlepper schleuderte. Beide wurden ins Spital gebracht. Er sei wohl auf dem Schnee zu schnell gefahren, meldete die Polizei. In der Folge standen mehrere Fahrzeuge quer und blockierten die Fahrbahn.
Ins Rutschen geriet dann noch ein Auto, das ebenfalls im Heck eines Sattelschleppers knallte. Dieser wurde dadurch in ein weiteres Auto geschoben. Der 31-Jährige Autolenker zog sich Verletzungen zu, konnte jedoch selber zum Arzt gehen.
Wegen der Schleuderunfälle war die A2 nordwärts rund zwei Stunden geperrt.
Über 300 VerkehrsunfälleViele Autofahrer hätten die Geschwindigkeit nicht den prekären Strassenverhältnissen angepasst, hiess es von Seiten der Kantonspolizeien. Meist blieb es bei Blechschäden, rund 25 Personen erlitten jedoch Verletzungen.
- Allein die Kantonspolizei Zürich musste zu ungefähr 100 Unfällen mit insgesamt sechs Verletzten ausrücken.
- Die Kantonspolizei Aargau meldete 70 Unfälle und sechs verletzte Personen.
- Im Kanton Bern gab es 68 Unfälle und vier Verletzte.
- Die Kantonspolizei St. Gallen zählte 35 Unfälle, jene im Thurgau 20.
- Wegen des Schnees kam es weiter in den Kantonen Luzern, Schwyz Graubünden und Appenzell Innerrhoden zu Unfällen. (SDA/snx)