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1150 Poststellen stünden schweizweit vor der Schliessung, behauptete die Gewerkschaft Kommunikation letzte Woche und veröffentlichte eine Liste mit den betroffenen Postämtern. Die Aufregung war gross, die Post dementierte umgehend und erklärte, die Liste sei falsch und sei bestimmt nicht von der Post erstellt worden.
Dennoch kam die Post durch die herumgeisternde Liste der Gewerkschaft unter Zugzwang. Heute bekannte der gelbe Riese Farbe: Mit einer Liste mit 420 potentiell gefährdeten Poststellen. Bis 2011 sollen die betroffenen Ämter auf ihre Rentabilität geprüft werden, teilte die Post heute mit.
Kriterien seien Kundenfrequenz, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, bezogene Dienstleistungen, alternative Zugangspunkte, Erreichbarkeit, Kooperationsmöglichkeiten im Dorf sowie Mengen- und Bevölkerungsentwicklung.
Wie es in einer Medienmitteilung der Post heisst, sei davon auszugehen, dass in diesem Jahr noch rund 100 und in den folgenden zwei Jahren je etwa 160 Standorte überprüft werden. Die Liste der zu überprüfenden Poststellen werde zukünftig quartalsweise gemäss den neuesten Gegebenheiten angepasst.
Aufwertung der Postagenturen
Ab 2010 würden bei Postagenturen auch EC- bzw. Maestro-Karten für Einzahlungen akzeptiert. Dies erlaube es einer breiten Bevölkerung, ihren Zahlungsverkehr vollumfänglich auch in der «Post im Dorfladen» abzuwickeln. Möglich werde dies mit der Einführung der neuen Kartenterminals. (gca)