26 Prozent mehr Immer mehr Multimillionäre in der Schweiz

Die Zahl der Multimillionäre in der Schweiz wächst kräftig. Versteuerten 2010 knapp 10'500 Personen ein Vermögen von mehr als zehn Millionen Franken, so waren es drei Jahre später fast 2800 mehr - ein Plus von 26 Prozent.

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Die Schweiz zählt immer mehr Millionäre. MARTIN RUETSCHI

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Die 13'246 Wohlhabenden in dieser Kategorie machten 2013 gerade einmal 0,26 Prozent aller steuerpflichtigen natürlichen Personen aus. Zusammen verfügten sie aber mit rund 485 Milliarden Franken über fast ein Drittel (29,1 Prozent) aller Reinvermögen des Landes, wie Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) vom Freitag zeigen.

2010 hatten die Personen mit mehr als 10 Millionen Franken noch ein gutes Viertel (26,2 Prozent) des gesamten Vermögens versteuert. Nach einem Einbruch während der Finanzkrise 2008 überschritt die Zahl der Multimillionäre in jenem Jahr erstmals die Schwelle von 10'000. 2013 wuchs sie gegenüber dem Vorjahr um rund 10,4 Prozent.

Weitere 0,39 Prozent der Steuerpflichtigen deklarierten 2013 in der Steuererklärung Vermögen von fünf bis zehn Millionen Franken. Das entspricht 8,12 Prozent aller in jenem Jahr veranlagten Reinvermögen.

Ein Viertel hat kein Vermögen

Auf der anderen Seite der Skala versteuerte 2013 ein Viertel (25,03 Prozent) aller Pflichtigen überhaupt kein Vermögen. Knapp jeder Dritte (30,85 Prozent) hatte bis zu 50'000 Franken auf der hohen Kante oder in Sachen angelegt. Zusammen kam diese Gruppe auf 1,6 Prozent aller Vermögen.

Nach Kantonen betrachtet, zählte Zürich mit 3431 Personen am meisten Steuerpflichtige in der 10-Millionen-Klasse. Darauf folgen Genf und Schwyz mit 1288 respektive 1112 Personen.

Die höchste prozentuale Dichte an Multimillionären hatte Schwyz mit 1,17 Prozent aller Steuerpflichtigen, Zug mit 0,97 und Nidwalden mit 0,86 Prozent. Dort vereinte die oberste Vermögenskategorie zwischen 49 (Zug) und 64 Prozent (Nidwalden) aller deklarierten Reinvermögen auf sich. Relativ am dünnsten gesät sind die Multimillionäre im Wallis mit 0,06 und Freiburg mit 0,08 Prozent der Steuerpflichtigen.

Landesweit mussten 2013 knapp 5,2 Millionen natürliche Personen Steuern entrichten, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Summe der dem Fiskus gemeldeten Vermögen betrug 1667,1 Milliarden Franken, 6,3 Prozent mehr als 2012. (SDA)

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
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8 Kommentare
  • Jenkins  Roy aus Geneve
    12.11.2016
    Bundesrat hat AHV Plus was notwendig gewesen wäre für das Existenz minimum
    abgelehnt Für Milliardäre gibt es keine Grenzen mehr sie sind steuerlich begünstigt oder befreit. Die meisten Steuern zockt der Staat von den kleinen und Mittelstand ab. Prozentual zahlen Milliardäre wenig bis gar nicht.
  • Noldi  Schwarz 12.11.2016
    Was der Artikel verschweigt: Rund 12 Prozent der Reichen und Superreichen bezahlen 75 Prozent der direkten Bundessteuern von 20 Mia. Franken. Durch ihren Konsum kommt nochmals ein grosser Teil der MwSt von 15 Mia. dazu. So lange dieser Leute arbeiten bezahlen sie auch AHV, basierend auf dem Einkommen. Wer würde diese Steuerausfälle finanzieren, wenn die Reichen nicht mehr da sind? Du und ich! Seien wir also froh darüber, dass die Reichen nicht in ein anderes Land ziehen.
  • Rolf  Hess 12.11.2016
    Wenn jeder Einwohner sein Einkommen ehr und redlich versteuern würde, könnten wir die Grenze des Reineinkommens, das von den Armen dieser Gesellschaft versteuert werden muss, auch auf 50 000 Franken anheben. Ich bin beispielsweise immer noch für die Abschaffung der ungerechtesten Stempelsteuer weil auch der ärmste unserer Gesellschaft diese verdeckte Abzocke auf allen Versicherungen, auch den nötigen, bezahlen muss.Die Reichen sind einfach nicht gewillt, den Kuchen,die Armen backen zu verteilen
  • Adrian  Gerber aus Aarberg
    11.11.2016
    Wer glaubt, dass Geld glücklich macht, hat Morgen die Chance im Schweizer Zahlenlotto Multimillionär zu werden. Das 25 Prozent der Steuerpflichtigen kein Vermögen haben, gibt mir schon mehr zu denken.
    • Thomas  Stäubli , via Facebook 11.11.2016
      Viele "Vermögenslose" haben realistisch betrachtet ein relativ hohes Vermögen: Erstens muss man Pensionskassenguthaben nicht versteuern, zweitens kann man durch den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung 100000e von Franken steuerbares Vermögen sparen: Bsp: Hauskauf 1.2mio, Steuerwert 850000, Eigenkapital 300000.-, So fällt man von 300000 Vermögen auf 0 resp. gar unter 0 zurück.
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    11.11.2016
    Herr Livers, nicht Millionäre sondern MULTI-Millionäre ab 5 aufwärts...
    Aber die Multis interessieren mich nicht, eher die zunehmenden Zahlen der ausgebeuteten Leute, welche immer weniger auf dem Konto haben....