24-Stunden-Einsatz in Nendaz VS Walliser Polizei überwältigt Sprengstoff-Amok

NENDAZ VS - Die Polizei stürmte heute Morgen das Haus des Wallisers, der sich seit Sonntag verschanzte. Er hatte chemische Produkte aufs Fenstersims gestellt und als Sprengstoff deklariert.

Walliser Polizei überwältigt Sprengstoff-Amok

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Jetzt spricht die Frau des Tierquälers «Ich wollte die Hunde loswerden»
2 Über 8 Mio Franken in sechs Monaten Das ist der «beste» Blitzer der...
3 Beim Zoll in Basel Rekordmenge von 24 Kilogramm Heroin gefunden

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
26 shares
12 Kommentare
Fehler
Melden

Ein Bewohner des kleinen Dorfes Brignon, das zur Gemeinde Nendaz VS gehört, hat seit Sonntagmorgen die Walliser Polizei während 24 Stunden in Atem gehalten. Der Mann verschanzte sich in seinem Haus und drohte mit Sprengstoff.

Die Polizei wurde am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr alarmiert, weil Nachbarn Detonationen vernommen hatten. Die Polizei riegelte das Gebiet ab, doch der Mann verschanzte sich in seinem Haus und verweigerte jegliches Gespräch, sagte Jean-Marie Bornet, Mediensprecher der Walliser Kantonspolizei.

Der Mann gab zudem vor, Sprengstoff zu besitzen. Er stellte chemische Produkte, darunter auch giftige, auf einen Fenstersims. Die Polizei konnte diese Produkte bereits in der Nacht auf Montag unter Einsatz eines Wasserwerfers unschädlich machen.

Bewohner evakuiert

Die Polizei evakuierte auf Anraten von Sprengstoffexperten dennoch die Bewohner der Häuser in der Nachbarschaft. Rund zwanzig Personen mussten deshalb bei Freunden und Verwandten übernachten.

Am Montag konnten die Sicherheitskräfte dem Schauspiel ein Ende setzen. Sie nahmen den Mann fest, als er sein Haus verlassen wollte. Der Mann wurde zwar gewaltsam festgenommen, es wurde jedoch niemand verletzt und keine Schusswaffe eingesetzt.

Die Walliser Polizei wurde auch von anderen Westschweizer Einsatzkräften unterstützt. Das Gebiet blieb am Montagmorgen noch gesperrt. Sprengstoffexperten der Genfer Kantonspolizei durchkämmten das Haus, um jegliche Gefahr ausschliessen zu können.

Er war ein Einzelgänger

Die Anwohner konnten am Nachmittag in ihre Häuser zurückkehren. Der festgenommene Mann gilt als Einzelgänger. Er wurde in eine medizinische Anstalt gebracht, wo er überwacht wird.

Sein Motiv blieb am Montag unklar. Warum sich der Mann aggressiv zeigte, soll nun eine Strafuntersuchung klären. (bau/SDA)

Publiziert am 15.02.2016 | Aktualisiert am 15.02.2016
teilen
teilen
26 shares
12 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

12 Kommentare
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    15.02.2016
    Der CIA hätte jetzt die Nato aufgeboten, von wegen Chemiewaffeneinsatz.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    15.02.2016
    Es macht den Anschein, als ob es immer mehr geistig verwirrte gibt. Ist die Menschheit bald in der Gesamtheit geistig verwirrt, spinnen bald alle ??
  • Benno  Lütolf 15.02.2016
    Mit den eigenen Waffen bekämpfen: Draussen am Fenstersims noch mehr Chemikalien horten und mit Sprengung drohen. Problem gelöst.
  • marco  martini aus Rohr
    15.02.2016
    Absolut richtig kommentiert. Heute Völlig übertrieben.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    15.02.2016
    Was bleibt unter dem Strich? Er war "nicht kooperativ" und er hat ein paar Flaschen mit was? Putzsprit, Terpentinersatz und Abwaschmittel auf den Fenstersims gestellt. Das ist nämlich, was ich im gewöhnlichen Haushalt als "chemische Produkte" vorfinde.