Der Terror-Kosovare von Hochdorf LU 2008 wurde Ambroz B. verwarnt, da legte er richtig los

HOCHDORF - LU - Durch das Leben von ­Ambroz B.* (22) aus Hochdorf LU zieht sich ein roter Faden. Alles, was er anpacken sollte, verläuft im Sand. Das Einzige, was der Kosovare mit serbischem Pass konsequent und mit Nachdruck verfolgt, ist seine kriminelle Karriere.

  • Publiziert: 22.02.2012
  • Von Michael Spillmann und Marlene Kovacs
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Ambroz B.* (22), Serbe aus Hochdorf

(ZVG)

Bereits 2008 wird Ambroz B. von den Migrationsbehörden verwarnt. Sie drohen ihm, seine C-Niederlassungsbewilligung nicht zu verlängern. Grund: Nachtruhestörung, Tätlichkeit, Trunkenheit. Zu Herzen nimmt er sich die Warnung nicht. Im Gegenteil: Ambroz B. legt erst richtig los. Alle 15 Straftaten, für die er jetzt angeklagt ist, begeht er nach der Verwarnung. Sie scheint die kriminelle Energie des Intensivtäters eher noch zu beflügeln.

Nicht ohne Folgen: Insgesamt sitzt Ambroz B. in den letzten zwei Jahren 443 Tage hinter Gittern (BLICK berichtete). Zuletzt kommt er im Dezember 2011 auf freien Fuss. Unter Auflagen: Er muss sich um eine geregelte Arbeit bemühen, sich einmal wöchentlich bei einer Amtsstelle melden.

Für den Gemeindepräsidenten von Hochdorf Peter Huber (63, FDP) – der sich gestern doch noch bei BLICK meldete – ist der Fall Ambroz B. der schlimmste seiner gesamten Laufbahn. «Ich begreife einfach nicht, wieso so einer nicht aus seinen Fehlern lernt. Er sass ja nun schon weiss Gott oft genug im Gefängnis», sagt Huber.

«Kommt ein Unruhestifter mit 13 oder 14 Jahren in eine Gemeinde, kann man ihn noch durch die Schule und soziale Einrichtungen versuchen zu formen. Bei Ambroz ging das nicht», erklärt Huber. «Als er nach Hochdorf zog, war er bereits volljährig. Da sind der Gemeinde die Hände gebunden.»

Trotzdem versucht der Gemeindepräsident die Bevölkerung vor Ambroz B. und seiner Gang zu schützen. «Wir haben letztes Jahr eine Umfrage durchgeführt. Bei den Hauptproblemen stand auf Platz drei die ­Sicherheit», sagt Huber. «Das ist bezeichnend. Wir geben jetzt jährlich 40'000 Franken für zusätzliche Polizeipatrouillen aus. Die sollen abschreckend wirken. Doch gebracht hat es nicht viel. Es ist frustrierend.»

Für Ambroz B. ist das Gegenteil der Fall. Der Staatsanwalt fordert zwar 2½ Jahre – doch Ambroz kann sich sogar einen privaten Verteidiger leisten. Der Zürcher Anwalt Matthias Rupp soll ihn vor Gericht raushauen. Ob der Arbeitslose seinen Verteidiger, der Vorauskasse verlangt, selber bezahlt, ist unklar.

Auch wenn Ambroz B. bei ­einer Verurteilung vielleicht für ein paar Monate im Knast landet – helfen wird es erfahrungsgemäss nicht. Müsste man also nicht schon jetzt seine Ausweisung vorbereiten? BLICK fragt beim Migrationsamt nach: «Es liegt noch kein rechtsgültiges Strafurteil vor. Sobald es bekannt ist, werden wir entsprechende Massnahmen prüfen», sagt Max Plüss, Vorsteher Amt für Migration des Kantons Luzern

*Name bekannt

Kommentare (27)

  • Beatrice  Soland , Kleindöttingen
    Der Krieg im Heimatland ist vorbei, und das schon lange. Doch anstatt zurückzukehren führen gewisse Personen diesen Krieg weiter, und dies in dem Gastland, welches ihnen aus der Not geholfen hat, sie aufnahm, als sie nichts mehr hatten und ihnen eine Heimat bot. Dies ist der Dank dafür. Die Schuld kann man ja immer noch auf schlechte Integration abschieben, auf eine schreckliche Kindheit, lieblose Eltern, kriminelle Freunde usw. Es gibt immer ein paar linke Deppen, die das glauben und Mitleid haben. Die Schweiz passt ihnen nicht, aber zurück wollen sie auch nicht. Wir sollten sie nach den Gesetzen aus ihrem Heimatland bestrafen, dann würden viele gar nicht erst herkommen und kriminell werden! So lange bei uns die Kuscheljustiz regiert, wird sich gar nichts ändern!
    • 23.02.2012
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  • Müller  Franz
    Meine Meinung ist: Jeder ist in der Schweiz willkommen, doch er hat sich uns anzupassen und unsere Gesetze zu achten! Ist dieses nicht der Fall sollen sie zurück wo sie hergekommen sind!!! Wir zwingen niemand bei uns zubleiben
    • 23.02.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Walter  Schlumpf , Unterkulm
    Politik!!! bitte sofort reagieren sonst habt ihr die Verantwortung zu übernehmen!!
    • 23.02.2012
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  • Walter  Schlumpf , Unterkulm
    Schreibt doch nicht jeden Tag von dieser Person, Er kommt sich ja noch sehr wichtig vor.

    Lieber Blick, bitte Sorge das hier mal die Politik Ordnung macht,
    Blick hat schon viel gutes erreicht
    • 23.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Lukas  Müller , Zürich
    Ich sage es ja nur ungern: noch mehr Linke und Nette wählen...dann werden wir solche Uebeltäter nie mehr los....
    • 23.02.2012
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    • Heidi  Keller , Zürich
      Das hören wir schon lange und inzwischen ist die SVP eine starke Partei, gerade auch in den Gemeinden. Geändert hat sich aber rein nichts, bis einer mal ausgeschafft wird, muss Weihnachten auf einen 30. Februar fallen.
      • 23.02.2012
      • als Kommentar auf Lukas  Müller , Zürich
      • 3 Gefällt mir
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