1780 Franken im Schnitt 8 von 10 Flüchtlingen erhalten Sozialhilfe

2014 haben in der Schweiz acht von zehn Flüchtlingen Sozialhilfe erhalten. Die Zahl der unterstützen Personen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf fast 14'900.

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Flüchtlinge im Gespräch mit einer Rot-Kreuz Mitarbeiterin in Buchs SG Mitte Januar. (Symbolbild) Keystone

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Mit 81,2 Prozent ging die Sozialhilfequote im Flüchtlingsbereich gegenüber 2013 (81,9 Prozent) leicht zurück, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt. 2012 lag der entsprechende Wert noch bei 86 Prozent.

Die Zahlen beziehen sich auf die Personen des Flüchtlingsbereichs in der finanziellen Zuständigkeit des Bundes. Das sind anerkannte Flüchtlinge (Ausweis B) bis 5 Jahre Aufenthalt und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge (Ausweis F) bis 7 Jahre Aufenthalt. Gut zwei Drittel der Bezüger gehörten 2014 zur ersten Kategorie.

Grösste Gruppe sind Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre machten mit gut einem Drittel die grösste Gruppe der unterstützten Personen aus. An zweiter Stelle folgten die 26- bis 35-Jährigen. Waren 2010 noch sechs von zehn Sozialhilfeempfängern Männer, so ging ihr Anteil bis 2014 auf 53 Prozent zurück.

Nach Nationalitäten betrachtet, stammte nach den Angaben des BFS mehr als die Hälfte aller unterstützten Flüchtlinge aus Eritrea. Personen aus Syrien und China bildeten mit je rund 10 Prozent die nächstgrösseren Gruppen vor Staatsangehörigen aus Sri Lanka (5 Prozent) und aus der Türkei (4 Prozent).

Von rund 8700 Empfängern über 15 Jahren waren 15 Prozent erwerbstätig und erhielten Sozialhilfe als Ergänzung. Die Hälfte von ihnen arbeitete Vollzeit. Gut 30 Prozent waren auf Stellensuche oder in einem Beschäftigungsprogramm, und 54 Prozent gehörten zu den Nichtwerberspersonen. Dazu zählen etwa Hausfrauen oder Jugendliche in Ausbildung.

1780 Franken pro Person

Im Durchschnitt wurde ein Ein-Personen-Haushalt im Jahr 2014 mit 1780 Franken pro Monat unterstützt. Alleinerziehende erhielten im Schnitt etwa 3100 Franken, Paare mit Kindern 3800 Franken.

Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, die länger als fünf respektive sieben Jahre in der Schweiz leben, sind separat in der Schweizerischen Sozialhilfestatistik registriert. Die Daten zu den Asylsuchenden werden ebenfalls in einer eigenen Statistik erhoben.

Nach den bereits im letzten Jahr publizierten Zahlen wurden Ende Juni 2014 im Asylbereich 19'800 Sozialhilfebezüger gezählt. Ab 2017 will das BFS einheitliche und vergleichbare Daten für alle drei Bereiche liefern. (SDA)

Publiziert am 21.01.2016 | Aktualisiert am 31.01.2016
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48 Kommentare
  • Heidi  Engel , via Facebook 25.01.2016
    Einfach Wahnsinnig1780.-!!!! Flüchtlingen geht es zunehmends viel Besser als Original Schweizern die auf Sozialhilfe angewisen sind, und immer Gearbeitet haben sie werden gezwungen Bewerbungen zu machen, gehen sie wenn sie noch die Chance bekommen nebenbei
    einer kleiner Arbeit nach die so 20-50.- betragen muss man noch eine Lohnabrechnung vorlegen, und das Geld wir am Budget Abgezogen!!!!
    Ja Original Schweizer Sozialhilfebezüger können nur Träumen von sollchen Beträgen1780.- im Monat!!!!
  • Jürg  Wüthrich aus Baselland
    22.01.2016
    Somit kommen ca. 60Prozent aus Eritrea, welche dann auf Familienbesuch in den Sudan fliegen. Steuerfreies Einkommen, Wohnung, bezahlte Arztkosten. Grosse Familie machen, damit Aufenthaltsrecht bestehen bleibt. Getrennt "anmelden" zusammenziehen, eine Wohnung untervermieten. Das steht nirgends. Von wo ich das weiss? Fast 20 Jahre in diesem Metier gearbeitet. Ich könnte Geschichten erzählen, da fallen einem die Haare aus.....
    • E.  Leuert 24.01.2016
      Kann ich Ihnen bestätigen. Versuchen eine Wohnung gemeinsam zu mieten und verlangen vom Vermieter dann 6 einzelne Mietverträge
      Pro Forma für das Sozialamt dazu, damit dann die Miete viel höher aussieht, sodass sie dann aus den Mietverträgen jeden Monat Fr. 3300. Taschengeld nebst dem Sozialgeld kassieren können. So geht das ab in unserem Land.
  • Edy  Breuss aus Wettingen
    22.01.2016
    Erschreckende Zahlen.!!!!
    Da bekommen Flüchtlinge mehr Geld, als viele, die über Jahre in die AHV-Kasse einbezahlt haben.
    Klingt nach einer verkehrten Welt.
    Wann hat das ein Ende.??
    Unsere Gutmenschen denken nur an die Flüchtlinge, und wir bezahlen die Zeche.
  • Hugo  Ehrismann 22.01.2016
    Und wir Schweizer müssen beinahe einen Krieg führen um an soviel Sozialhilfe zu kommen obwohl wir immer gearbeitet und in die Sozialwerke einbezahlt haben . Das ist ein Armutszeugnis für die Schweiz und ihre Politiker . Wir Schweizer werden immer mehr zu Bürgern zweiter Klasse und das mit dem Segen der Politiker inkl. der Landesregierung .
  • Hanspeter  Elmer aus Glarus
    22.01.2016
    In dieser Statistik fehlen sämtliche Flüchtlinge, die nicht mehr in die Zuständigkeit des Bundes sondern der Kanton und Gemeinde fallen. Und das ist der mit Abstand am grössten Teil der "Flüchtlinge". Wir reden hier über jährliche Milliardenbeträge, die vielfach wieder zurück in die Heimatländer der Migranten fliessen und dort als Einnahmequelle dienen. Kein Wunder wählen immer mehr ganz rechts