Schnee-Chaos! 150 Unfälle und ein Toter

  • Publiziert: 10.02.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Frau Holle hat im Verkehr wieder einiges durcheinander gewirbelt. Die Schneefälle führten zu vielen Unfällen – einer endete tödlich.

Auf der verschneiten Lielistrasse bei Birmensdorf geriet heute ein Lieferwagen des Fischhändlers Bianchi um 7:45 Uhr ins Schlittern und landete kopfüber neben der Strasse. Laut der Kantonspolizei gab es dabei keine Verletzten. Ein Abschleppdienst musste den Kühlwagen bergen.

Massenkarambolage vor dem Gubristtunnel

Auf dem Gebiet des Kantons Zürich kam es laut Polizei-Sprecher Martin Sorg zu zahlreichen weiteren Zwischenfällen. Rund 40 wetterbedingte Unfälle wurden registriert. Meistens blieb es bei Blechschäden. Drei Personen wurden leicht verletzt.

Um 12.30 Uhr kam es vor dem Gubristtunnel ausserdem zu einer Auffahrkollision mit sieben Autos. Verletzt wurde dabei zwar niemand, doch in der Folge entstand ein Stau von rund zehn Kilometern Länge. Beide Fahrstreifen der Autobahn A1 in Richtung Bern wurden durch die verunfallten Autos blockiert. Ab 14 Uhr war der Tunnel wieder normal befahrbar.

Autofahrer stirbt bei Crash auf der A4

Kein Glück hatte ein Autofahrer in Risch ZG. Nachdem er auf der Autobahn A4 zwischen der Verzweigung Rütihof und der Ausfahrt Küssnacht SZ einen Lastwagen überholt hatte, krachte er in die Mittelleitplanke und geriet ins Schleudern. Sein Auto stellte sich darauf quer – und wurde von dem Lastwagen gerammt. Schwer verletzt brachten Sanitäter den Tessiner (20) ins Spital, wo er wenig später starb.

Laut Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Polizei, habe es zum Zeitpunkt des Unfalls geschneit. Ob das die Ursache für den Crash war, müsse noch abgeklärt werden.

Stau im Aargau

Im Aargau krachte es über ein Dutzend Mal. Eine Person wurde leicht verletzt. An vielen Orten blieben die Autos stecken. So kam es nach einem Auffahrunfall auf der Autobahn A1 Richtung Zürich zu einem kilometerlangen Stau.

In Graubünden gab es auf der A13 zwei Unfälle, die «wahrscheinlich etwas mit den Strassenverhältnissen zu tun haben», so ein Polizei-Sprecher gegenüber Blick.ch. Bilanz: Eine Person wurde leicht verletzt. Insgesamt sei es auf Kantonsgebiet seit heute Morgen zu sechs Unfällen und mehreren kleinen Vorfällen gekommen.

Überholt und Selbstunfall gebaut

Auch im Kanton Baselland sind mehrere Autofahrer verunfallt. So überholten ein 21-Jähriger und ein 30-Jähriger auf der Autobahn A2 andere Autos. Danach bauten sie beide einen Selbstunfall. Bei allen Crashs im Kanton kamen die Betroffenen unverletzt davon.

In Bern krachte es seit gestern Abend 44 Mal. Mehrheitlich blieb es dabei bei Blechschäden. In drei Fällen zogen sich Autoinsassen leichte Verletzungen zu.

Die Kantonspolizei Schwyz vermeldet fünf Unfälle, die allesamt innherhalb von zwei Stunden passierten. Verletzt wurde niemand.

Frau landete in Fluss

Der Schnee sorgte ausserdem im Kanton Thurgau zu rund 20 Auffahrkollisionen und Selbstunfällen. Die St. Galler Kantonspolizei vermeldet ebenfalls rund 20 Crashs. Eine Autofahrerin (73) stürzte in den Necker und zog sich Verletzungen zu. Das gleiche Schicksal ereilte eine 17-Jährige, die von einem Motorrad stürzte.

Autofahrer berücksichtigen den Schnee nicht

Polizeiangaben zufolge hat in den meisten Fällen die nicht auf das Wetter abgestimmte Fahrweise zu den Crashs geführt: Nichtanpassen der Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zum vorderen Fahrzeug. (noo/SDA)

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Schweiz

Schnee führt Schweizer Autofahrer aufs Glatteis. Können die nicht Autofahren?»

  • 61,2% Ja, man muss sich den Verhältnissen anpassen.
  • 27,7% Nein, die Strassen sind halt schlecht geputzt.
  • 11,1% Wenns schneit steh ich auf den Ski.