142 Menschen starben in den Schweizer Alpen Fast 50 Prozent mehr Todesfälle im Bergsport

Die Schweizer Bergrettungsorganisationen veröffentlichten heute die Notfallstatistik: 2750 Menschen mussten im vergangenen Jahr geborgen werden, knapp 150 davon kamen beim Bergsport ums Leben.

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Ein Rega-Heli im Einsatz in den Schweizer Alpen.

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Die Bergrettungsorganisationen der Schweiz, darunter der Schweizer Alpen-Club SAC und die Rega, hatten auch im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun: Knapp 2800 Personen mussten aus einer Notsituation gerettet werden. Davon konnte rund ein Drittel gesund oder leicht verletzt geborgen werden. Bei allen Bergsportaktivitäten stiegen die Notfallzahlen im Vergleich zum Vorjahr an.

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Am meisten sterben Wanderer

Vor allem bei den klassischen Bergsportarten wie dem Wandern wurden mehr Todesfälle verzeichnet, als in den Jahren zuvor. Waren es 2014 162 tote Wanderer, zählte SAC 2015 rund ein Drittel mehr, nämlich 213.

Der Grossteil der tödlichen Unfälle ereignete sich in den Walliser und Bündner Alpen, wo je ein Drittel der Berggänger ihren Tod fanden. Die häufigste Ursache war Sturz oder Absturz, Lawinenunfälle und Erkrankungen wie des Herz-Kreislaufs. Die ausländischen Opfer waren hauptsächlich aus Deutschland, Frankreich und Italien.

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«Verkettung verschiedener Faktoren»

Der Anstieg der Zahlen wird auf eine «Verkettung verschiedener Faktoren» zurückgeführt, schreibt SAC in einer Medienmitteilung. Der Winter mit häufig erhöhter Lawinengefahr, ein sehr schöner Hochsommer und ein aussergewöhnlich milder Herbst und Vorwinter seien Schuld an den hohen Zahlen.

Das letzte Mal, dass es zu einem solchen Anstieg an Bergtoten kam, war 2011. Zuvor übertrafen nur noch die Achtziger- und Neunzigerjahre diese Statistik.

Zu den Bergrettungsorganisationen gehören die Rega, die Alpine Rettung Schweiz, Walliser Bergrettungsorganisationen und Air Glaciers Lauterbrunnen. (kra)

Publiziert am 15.03.2016 | Aktualisiert am 07.04.2016
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2 Kommentare
  • Peter  Wicki aus Emmenbrücke
    16.03.2016
    Wenn man bedenkt, dass der gesamte Strassenverkehr "lediglich" 269 Tote zu beklagen sind, so frage ich mich, wo die Massnahmen in den Bergen bleiben. In den Bergen scheint so ziemlich alles erlaubt ...
  • Reto  Gall , via Facebook 15.03.2016
    Alle Freizeitaktivitäten die auch nur mit einem geringsten Risiko behaftet sind verbieten! Zudem sollte man den Winter, die Hochsommer, den Herbst sowie den Frühwinter verklagen, was fällt denen denn auch ein! Risikofaktor bleibt der Mensch, daher am besten Menschen auf dieser Welt verbieten, dann passiert auch nichts mehr Schlimmes!