Sie wollen in die Sonne 13 Kilometer Stau vor dem Gotthard

GÖSCHENEN - UR - Zu Beginn des dritten grossen Reisewochenendes stecken erneut unzählige Automobilisten in einer Blechlawine fest.

  • Publiziert: 21.07.2012
play

Immer das gleiche Bild: Dem Ferienandrang ist der Gotthardtunnel nicht gewachsen.

Am Morgen stauten sich die Fahrzeuge zwischen Altdorf und Göschenen auf einer Länge von bis zu 15 Kilometern, am Mittag waren es noch 13 Kilometer. Der Stau löste sich auch nachts nie ganz auf.

Die Wartezeit Richtung Süden lag damit um die Mittagszeit bei rund zwei Stunden, wie der Website des TCS zu entnehmen war. Auch an der Grenze bei Chiasso-Brogeda war die Schlange 8 Kilometer lang. In Richtung Norden zwischen Quinto und Airolo waren es 5 Kilometer.

Der Stau hatte sich auch in der Nacht nie ganz aufgelöst, wie es bei der Urner Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess. Kurz vor 23 Uhr war die Kolonne am kürzesten: 3 Kilometer. Bereits gegen 5 Uhr wuchs sie auf 5 Kilometer an und erreichte um 6.15 Uhr die 10-Kilometer-Marke.

Die grosse Reisewelle in Richtung Süden hatte bereits am Freitag eingesetzt. Vor dem Gotthard-Strassentunnel in Göschenen war die Autokolonne am Nachmittag bis auf acht Kilometer angewachsen.

Fast dasselbe Bild bot sich während Stunden vor dem Südportal in Airolo TI. Dort standen die Ferienrückkehrer in einer Kolonne, die bis zu fünf Kilometer lang war. Die Wartezeit betrug gemäss Angaben der Verkehrsdienste vor beiden Portalen rund eine Stunde. Gegen Abend lösten sich die Staus auf beiden Seiten langsam wieder auf.

An diesem Wochenende beginnen die Schulferien in den deutschen Bundesländern Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Damit haben nun 14 deutsche Bundesländer schulfrei. Zudem schliessen in Nord-Holland die Grundschulen.

In der Schweiz war vor einer Woche Zürich der letzte Schweizer Kanton, in dem die Schulferien begonnen hatten. An den letzten beiden Wochenenden hatten sich jeweils am Samstag vor dem Gotthard- Nordportal Kolonnen von bis zu 15 Kilometern Länge gebildet.(SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Dominik  Gloor , via Facebook
    Alle Jahre wieder. Jeder sollte es langsam aber sicher wissen, dass an den Juli-Wochenenden ein grosses Verkehrsaufkommen ist und man Ausweichsrouten wählen sollte.
  • Roland  Hunziker , via Facebook
    Was für ein Theater wegen den 15 km Stau. Die Urner Regierung will ja keine dritte Röhre, der VCS sowieso nicht. Also lasst doch den Verkehr vor der Röhre stehen. In ein paar Jahren werden es 20 km sein. Ich jedenfalls werde nicht vor dem Gotthard stehen. Die Urner Bevölkerung wird bestimmt dankbar für die Abgase sein.
    • 21.07.2012
    • 30
    • 6

Alle Kommentare (12)

  • Larry  Kaufmann
    Doppelspurige Autobahn mündet in einspurigen Tunnel, ein Schildbürgerstreich! Das soll Umweltschutz sein? Und schuld sind natürlich unsere Nachbarn, welche wie viele von uns halt gerne im Sommer Ferien machen. Wir sind halt einmal ein Transitland. Für die immer teuere Vignette sollten wir einen besseren Service bieten.
    • 22.07.2012
    • 0
    • 0
  • luca  frey
    Bis die neue Röhre fertig währe ginge es ja auch noch ein paar jahre das heisst bis dahin haben wir jedes jahr das gleiche spektakel.
    • 21.07.2012
    • 1
    • 0
  • guido  paolino , Oberglatt
    Da schreit alles auf den öffentlichen Verkehr umsteigen und Abgasemissionen zu reduzieren. Aber da sieht man wieder einmal was die Leute davon halten. Würde mir nie im Traum einfallen vor der Röhre zu stehen.
    • 21.07.2012
    • 6
    • 15
  • Peter  Stierli , Geroldswil
    Der Gotthard Strassentunnel wurde 1980 eröffnet und seit diesem Jahr Staut sich dort der Verkehr. Dieser Tunnel wurde nur für den Moment gebaut und nicht für die Zukunft Gubrist lässt grüssen. Der Verkehr wird zunehmen, dass wissen wir alle. Wenn ein neuer Gotthard Strassen Tunnel gebaut werden soll, dann einen mit mindestens drei Spuren in jede Richtung plus Pannenstreifen, Geld dazu ist in der Schweiz genügend vorhanden. Für die nächsten hundert Jahre wäre das Stauproblem am Gotthard dann gelöst, danach werden Güter sowieso von A nach B gebeamt.
  • Roland  Hunziker , via Facebook
    Was für ein Theater wegen den 15 km Stau. Die Urner Regierung will ja keine dritte Röhre, der VCS sowieso nicht. Also lasst doch den Verkehr vor der Röhre stehen. In ein paar Jahren werden es 20 km sein. Ich jedenfalls werde nicht vor dem Gotthard stehen. Die Urner Bevölkerung wird bestimmt dankbar für die Abgase sein.
    • 21.07.2012
    • 30
    • 6
Seite 1 2 »
Seitenanfang

Top 3

1 Geschwister-Paar tödlich verunfallt Das Auto-Wrack lag eine Nacht...bullet
2 Asylbewerber packt aus «Viele kommen nur zum Stehlen in die Schweiz»bullet
3 Trotz Marie-Mord Es laufen noch mehr Sex-Täter frei herumbullet

Schweiz