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Da kann Eveline Widmer-Schlumpf wieder lachen: Die Unterstützung zehntausender Schweizer ist Balsam auf ihre Seele. (Keystone)
Gestern um Mitternacht endete die Online-Aktion des Frauenverbandes Alliance F gegen die Politik der SVP, mit der diese die «Verräterin» Eveline Widmer-Schlumpf aus der Partei mobben will. Das Resultat lässt sich sehen: In zwei Wochen unterschrieben 126422 Personen die Note.
«Wir sind mit dem Resultat der Petition mehr als zufrieden, unsere Erwartungen wurden übertroffen», sagte heute die ehemalige Zürcher CVP-Nationalrätin Rosmarie Zapfl, Präsidentin von Alliance F. In einem Brief habe sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bereits für die Unterstützung bedankt.
Mobilisierung im Umfeld
Noch diese Woche soll die Petition der Bundesrätin überreicht werden. Widmer-Schlumpf werde ein Bild erhalten, unter dem die Anzahl der Protestnoten vermerkt sei, sagte Zapfl. Die ursprünglich geplante Übergabe sämtlicher Petitionsbögen sei aufgrund der vielen Einsendungen nicht möglich.
Die Solidaritätsaktion war nach Einschätzung Zapfls vor allem deshalb so erfolgreich, weil viele Teilnehmer weitere Leute in ihrem Umfeld mobilisierten. Zum Beispiel hätten mehrere Berufsverbände ihre Mitglieder via E-Mail aufgefordert, sich an der Aktion zu beteiligen. Mehrfacheinträge seien aufgrund des Systems nicht möglich gewesen.
Keine weiteren Aktionen geplant
Das Ausmass des Erfolgs habe wohl auch die Leute überrascht, die wegen ihres «rüden Umgangstons» angesprochen gewesen seien, sagte Zapfl weiter. Vorläufig plant Alliance F keine weiteren Aktionen zur Unterstützung Widmer-Schlumpfs. «Wir schauen jetzt einfach von Geschäft zu Geschäft, wie es läuft.» (SDA/hhs)