Schuld und Sühne

  • Publiziert: 16.01.2008, Aktualisiert: 12.02.2012
  • Von Alex Oberholzer

Marc Forster inszenierte Khaled Hosseinis gefeierten Bestseller «The Kite Runner». Mit dem ergreifenden Drama zweier Freunde steigt der neue Bond-Regisseur ins Oscar-Rennen.Trailer: «Kite Runner»

Die Geschichte beginnt im friedlichen Kabul der frühen 70er-Jahre. Amir und Hassan sind unzertrennliche Freunde. In jeder freien Minute lassen sie die Drachen steigen. Doch dann lässt Amir seinen Freund in einer schweren Notlage im Stich, Hassan zieht sich darauf immer mehr zurück. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert, trennen sich die Wege der beiden Kinder. Amir wächst in Amerika auf und Hassan in einem Land, das in Bürgerkriegen, Besetzung und in der Schreckensherrschaft der Taliban versinkt. 20 Jahre später führt ein Telefonanruf in Amerika Amir (Khalid Abdalla) zurück in seine Heimat. Er macht sich auf die gefährliche Reise durch eine fremde, zerrissene Welt, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten und eine alte Schuld zu begleichen. Der Verrat des einen wird dem anderen zum Schicksal.

Der im Bündnerland aufgewachsene Hollywood-Star Marc Forster («Monster’s Ball», «Stranger than Fiction») inszenierte die dramatische Rückkehr eines Mannes in seine gleichsam vertraute wie fremde Heimat. Mit renommierten Schauspielern sowie Laiendarstellern aus Afghanistan und Zentralasien drehte er in der westindischen Wüste ein emotionales Abenteuer, welches packt, ergreift und betört. Es handelt von den Geistern der Vergangenheit, den Schrecken der Gegenwart und von der Hoffnung auf eine zweite Chance.

Fazit

Ein weiterer Meilenstein in Forsters Filmografie. Der Regisseur des neuesten Bond-Abenteuers inszenierte einen globalen Konflikt als berührendes Drama zweier Freunde.

Wertung

Note: 5-6
play Ali Danish Bakhtyari (l.) und Zekiriaa Ebrahimi als die jungen Freunde Amir und Hassan. (Paramount Vantage)

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